Blutreinigungsverfahren: Kann es wirklich gegen Long COVID helfen?

Wer an COVID-19 erkrankt, läuft Gefahr, noch Wochen oder Monate später an den Folgen darunter zu leiden. Diese Langzeitfolgen werden als Long COVID bezeichnet. Angeblich sollen Blutreinigungsverfahren die Folgen abschwächen.

Wenn man von einer COVID-Erkrankung genesen ist, heißt das noch lange nicht, dass man auch wieder gesund ist. Schließlich haben es die Langzeitschäden in sich! Sie können sich auf die Lunge auswirken und sogar zur Arbeitsunfähigkeit führen.

Können Blutreinigungsverfahren helfen?

Immer wieder gibt es Berichte, denen zufolge Blutreinigungsverfahren gegen die Langzeitfolgen helfen können. Heilpraxis.net hat sich die Thematik mal näher vorgenommen und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis!

Bei einem Blutreinigungsverfahren werden bestimmte Blutfette aus dem Blut entfernt. Zu diesen Blutfetten gehören LDL-Cholesterin, Gesamtcholesterin und Lipoprotein.

Verkleinerte Autoantikörperzahl

Eine Studie an drei Patient:innen hat im Juni 2021 gezeigt, dass das Verfahren die Autoantikörperzahl verkleinert. Die Long COVID-Symptome sollen sich daraufhin verbessert haben. Die Pilotstudie ist in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry veröffentlicht. Einzelne Fallberichte bestätigten den Effekt.

Allerdings gibt es keine ausführlicheren Beobachtungsstudien, die die gezielte Anwendung des kostspieligen Verfahrens bei Long COVID-Betroffenen rechtfertigen würde. Es gibt zu wenig Daten, um den Zusammenhang zwischen dem Blutreinigungsverfahren und der verbesserten Gesundheit der Patient:innen zu beweisen.

Im Video haben wir alle wichtigen Facts rund um das Thema Long COVID für dich zusammengefasst!

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