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der Redaktion

„Das schafft niemand“: Donald Trump nennt sich „verdammtes Genie“ bei Wahlkampfauftritt

Während eines Auftritts in Arizona sorgt Donald Trump erneut für Schlagzeilen. Er behauptet, ein „verdammtes Genie“ zu sein – nur weil er sich fünf Wörter merken kann.

Donald Trump weiß, wie man Aufsehen erregt. Bei seiner Wahlkampfrede in Bullhead City hat er sich selbst einmal mehr ins Rampenlicht gestellt. Der Präsident der USA nahm sich die Zeit, eine etwas ungewöhnliche Anekdote über einen kognitiven Test aus seinem letzten Gesundheitscheck zu erzählen. Anlass war seine Unterstützung für republikanische Kandidaten vor den wichtigen US-Zwischenwahlen 2026. Seine Aussagen lösten bei manchen Zuschauern Staunen, bei anderen schlicht Kopfschütteln aus.

Über den Montreal Cognitive Assessment, den berüchtigten MoCA-Kognitionstest, spricht Trump wie über eine sportliche Höchstleistung. Er betont ausführlich, wie der Test abläuft und wie schwer einzelne Aufgaben angeblich seien. Videos auf der Plattform X zeigen, wie Trump minutenlang begeistert über Details des Tests referiert. Doch nicht nur sein Gedächtnis steht im Mittelpunkt – Trump nutzt die Bühne, um sich als außergewöhnlich leistungsfähig zu präsentieren.

Fünf Wörter im Test: Trumps Stolz auf sein Gedächtnis

Im Mittelpunkt von Trumps Auftritt stand der Montreal Cognitive Assessment, kurz MoCA. Dieser Test soll eigentlich Auffälligkeiten wie Demenz aufdecken – nichts, was einem Genie per se bestätigt. Donald Trump schildert mit offensichtlichem Stolz, wie es darin eine Aufgabe gibt: Man soll fünf Begriffe – „Hut, Haare, Logo, Weiß und Schwarz“ – nennen. „Das schafft niemand“, so Trumps überschwängliche Einschätzung vor dem Publikum.

Das Besondere dabei? Nach etwa dreißig weiteren Aufgaben musste man die Wörter erneut abrufen, vorzugsweise in derselben Reihenfolge – laut Trump gab es dafür sogar „Extrapunkte“. Seine Wettbewerbslaune kam dabei voll durch: „Ich habe ihn einmal gemacht, mit Bestnote bestanden. Noch einmal gemacht, mit Bestnote bestanden. Und erst kürzlich bei meiner letzten Untersuchung – mit Bestnote bestanden.“ Viele Zuhörer fragen sich: Ist das wirklich so außergewöhnlich? Laut Trump jedenfalls beweist er damit Genialität.

Über seine Zeit damit geht Trump ins Detail: Der Test dauere eine halbe Stunde, es gebe insgesamt 25 bis 30 Fragen. Im Anschluss werde man auf die fünf Wörter erneut geprüft. „Ich mag die Idee, Tests zu machen“, erklärt Trump weiter. Er will offenbar damit einen pfiffigen und präsenten Eindruck vermitteln – insbesondere im politischen Wahlkampf.

Angriffe auf Katie Hobbs und der Stand im Wahlkampf

Trump kann’s nicht lassen: Während seines achtminütigen Monologs schoss er scharf gegen die amtierende demokratische Gouverneurin von Arizona. „eine Person mit niedrigem IQ, meiner Meinung nach“, lautet einer seiner Giftpfeile Richtung Katie Hobbs. Und noch ein Nachsatz: „Katie Hobbs würde beim kognitiven Test nicht gut abschneiden.“

Die Realität sieht politisch entspannter aus: Laut einer Erhebung des Instituts HighGround vom 6. bis 8. Oktober 2026 liegt Hobbs mit satten 17 Punkten Vorsprung vor ihrem republikanischen Herausforderer Andy Biggs. Trump selbst sieht das natürlich anders. Über Hobbs sagt er: „Katie Hobbs würde sehr schlecht abschneiden, und sie ist eine sehr schreckliche Gouverneurin.“ Die Aussagen wurden in mehreren Videos auf der Plattform X dokumentiert.

Ob seine Angriffe auf Hobbs vor den US-Zwischenwahlen wirklich Wirkung zeigen, bleibt fraglich. Die aktuellen Zahlen sprechen jedenfalls für Katie Hobbs, während Trump weiterhin versucht, mit persönlichen Spitzen und Anekdoten Aufmerksamkeit zu erregen. Seine Verbindung von Kognitionstest und politischer Schlagfertigkeit wirkt dabei eher wie ein ungewöhnliches Wahlkampfmittel denn als überzeugendes Argument.

Der kognitive Test – was steckt dahinter?

Der Montreal Cognitive Assessment misst nicht den IQ und ist nicht als Intelligenztest entwickelt worden. Vielmehr prüft er das kognitive Leistungsvermögen, beispielsweise um erste Anzeichen von Störungen zu erkennen. „Ich mag die Idee, Tests zu machen“, betonte Trump und unterstrich mehrmals, wie mühelos er sich fünf Begriffe merken könne. Als kleinen Seitenhieb konnte er sich auch einen Vergleich mit Präsident Joe Biden nicht verkneifen und behauptete, dieser hätte bereits an der ersten Aufgabe gescheitert.

Seinen letzten MoCA absolvierte Trump eigenen Angaben zufolge im Mai 2026 im Walter Reed National Military Medical Center. Drei Mal soll er dort die volle Punktzahl erzielt haben. Für seine Fans ein weiterer Beleg seiner Selbstinszenierung – für Kritiker womöglich eher Anlass zum Schmunzeln. Im Wahlkampf ist ihm die Bühne sicher, egal wie viele Wörter am Ende wirklich entscheidend sind.

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Donald Trump: Weil er sich 5 Wörter merken kann - US-Präsident bezeichnet sich als Genie

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