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Veröffentlicht am 22/09/2026 um 15:00 von der Redaktion

70-Jährige nach 24 Stunden im Kühlsarg noch lebendig entdeckt

In Hejian machte eine Familienwache plötzlich Geschichte: Nach mehr als 24 Stunden im Kühlsarg hörten Verwandte ihre vermeintlich tote Angehörige stöhnen. War sie tatsächlich schon gegangen oder hatte sie noch gekämpft?

Eine Geschichte, wie sie wohl kaum jemand für möglich halten würde. In der Stadt Hejian in der chinesischen Provinz Hebei glaubte eine Familie, ihre schwerkranke Mutter verloren zu haben – und wurde dann Zeuge eines unglaublichen Moments. Ihr wurde bescheinigt, dass sie „nicht mehr behandelbar“ sei. Also brachte man sie zurück in ihr Zuhause, bereit für den Abschied im Kreise der Familie. Niemand hatte mehr Hoffnung, die 70-Jährige würde erwachen.

Die Tage davor waren von Traurigkeit und Vorbereitungen geprägt. Die Familie hatte sich bereits mit dem Gedanken an den endgültigen Abschied arrangiert. Mehrere Verwandte waren unterwegs, um ein letztes Mal Abschied zu nehmen. Die Seniorin litt seit Jahren an einem schweren Krebsleiden, das von den behandelnden Ärzten als völlig aussichtslos eingeschätzt worden war.

Deshalb entschied die Familie nach dem Ausbleiben offensichtlicher Vitalzeichen, die Verstorbene in einen leicht gekühlten Sarg zu legen. Diese Sitte ist in einigen Regionen Chinas durchaus üblich und soll einerseits Zeit für weit angereiste Familienmitglieder verschaffen, andererseits aber auch verhindern, dass während der Totenwache Veränderungen am Körper eintreten, die für die Angehörigen verstörend sein könnten.

Doch was dann folgte, hat selbst die erfahrensten Familienmitglieder schockiert: Die Zeit im Kühlsarg wurde von allen als Wartezeit auf den endgültigen Abschied betrachtet. Niemand war auf ein Lebenszeichen vorbereitet. Gerade als Verwandte das Stöhnen hörten und den Sarg öffneten, begann ein dramatischer Moment – sie öffnete ihre Augen. Das Entsetzen mischte sich mit Hoffnung und Verzweiflung.

Urplötzliche Geräusche aus dem Sarg

Die Familie hatte die Seniorin vorsorglich in einen leicht gekühlten Sarg gebettet, um ihr den letzten Weg zu bereiten, während Verwandte aus fernen Regionen anreisten. Über 24 Stunden verstrichen – dann der Schock: Plötzlich vernahmen Angehörige Stöhnen aus dem Sarg. Als sie vorsichtig öffneten, lag die Frau darin und lebte noch. Sie konnte sogar die Augen öffnen, war aber zu schwach, um zu trinken oder zu essen. Die Szene wurde von mehreren Medien belegt, etwa der South China Morning Post.

Die Angehörigen riefen sofort medizinische Hilfe. Die Notärzte untersuchten die 70-Jährige. Sie stellten fest, dass sie zwar bei Bewusstsein war, jedoch sehr schwach und dehydriert wirkte. Einige Familienmitglieder waren den Tränen nahe, da Hoffnung auf ein Wunder aufflackerte. Doch die Zustände im Sarg hatten dem Körper bereits schwer zugesetzt. Während man sie versorgen wollte, musste man feststellen, dass es sehr unwahrscheinlich war, dass sie sich noch einmal erholt.

„Ihre Familie hielt sie für tot“, zitierte die South China Morning Post eine lokale Medienquelle. Auch andere internationale Medien berichteten über dieses seltene Ereignis. Die wenigen Minuten, in denen die Seniorin noch ansprechbar war, nutzten die Verwandten, um ihr beizustehen. Viele konnten nicht fassen, dass sie noch einmal Gelegenheit zur Verabschiedung bekommen hatten.

Die Familie berichtete später, dass die Frau zwar die Augen öffnen konnte, aber weder sehen noch sprechen konnte. Sie war nicht mehr fähig, feste oder flüssige Nahrung zu sich zu nehmen. Trotzdem machten die wenigen Lebenszeichen tiefen Eindruck auf alle Anwesenden.

Mediziner: Verdacht auf Scheintod

Nur kurz nach ihrer Entdeckung starb die Frau endgültig. Ärzte erklärten später, es könnte sich um einen „Scheintod“ gehandelt haben: Die Vitalfunktionen seien in einem solchen Zustand so schwach, dass Atmung und Puls kaum erfassbar sind, wodurch der Tod oft irrtümlich festgestellt werde. Das passiert zwar selten, kommt aber auch in Kliniken vor. Besonders bei älteren, schwerkranken Menschen, deren Stoffwechsel sehr langsam arbeitet, wird der Kreislauf mitunter fehlgedeutet.

Einige der Ärzte erklärten, dass Faktoren wie Unterkühlung den ohnehin schwachen Stoffwechsel weiter verlangsamen und so typische Lebenszeichen praktisch verschwinden lassen. In solchen Ausnahmefällen spricht man von einem Scheintod. Nur geschultes Personal mit modernen Geräten könnte den Unterschied erkennen. Im Alltag und im heimischen Umfeld kommt so eine Fehleinschätzung hingegen häufiger vor, als viele meinen.

Die South China Morning Post bemerkte hierzu, dass besonders in ländlichen Regionen medizinische Geräte oder spezialisierte Hilfsmittel fehlen. Oft wird der Tod lediglich per Augenschein festgestellt – ohne Messung von Vitalwerten. Genau das könnte auch im Fall der 70-Jährigen geschehen sein.

International wurde über diesen medizinischen Ausnahmefall diskutiert, und zwar nicht nur in China. Die Geschichte wirft die Frage auf, wie sicher Todesfeststellungen abseits von Kliniken überhaupt sind. Einige Experten sprachen sich in den Medien für mehr Sensibilisierung im Umgang mit Sterbefällen aus, damit solche tragischen Fehler künftig verhindert werden können.

Ein Fall, der viele Fragen offenlässt

Im Nachhinein fragen sich viele: Könnte es öfter zu solchen tragischen Fehleinschätzungen kommen? Die Geschichte der Frau aus Hejian rührt und schockiert gleichermaßen – und sie erinnert daran, wie wenig wir über die letzten Momente eines Menschen wissen. Für die Angehörigen bleibt ein bittersüßer Trost: Zum Abschied war sie doch noch einmal da.

Gerade ältere und schwerkranke Menschen geraten immer wieder in den Fokus solcher medizinischer Missverständnisse. Die Debatte über die Fehleranfälligkeit bei Todesfeststellungen ist durch den aktuellen Fall neu entfacht worden. Viele Familien, nicht nur in China, werden solche Nachrichten mit Sorge verfolgen. Immer häufiger äußern Fachleute in der Presse den Appell an die Politik: Es braucht mehr Aufklärung und Zugang zu medizinischer Technologie, damit solche Vorfälle künftig verhindert werden können.

Ob der tragische Fall der 70-jährigen Hejianerin am Ende dazu beiträgt, Bewusstsein zu schaffen? Für die Angehörigen ist sicher: Dieses unerwartete Lebenszeichen bleibt ein unvergesslicher Moment – zwischen Schock und Erleichterung, Ohnmacht und Hoffnung.

Verwendete Quelle:

Angehörige hörten sie stöhnen - Tot geglaubte Frau wacht im Sarg wieder auf