Regenbogen-Wunder: Dinge, die ihr über das Naturphänomen noch nicht wusstet
© R A Kearton@Getty Images
Regenbogen-Wunder: Dinge, die ihr über das Naturphänomen noch nicht wusstet

Regenbogen-Wunder: Dinge, die ihr über das Naturphänomen noch nicht wusstet

Von Alma Feliz

Der Regenbogen ist wohl eines der am schönsten zu beobachtenden Naturphänomene. So schön bunt formt er sich, wenn mehrere Wetter-Faktoren erfüllt sind. Wir verraten euch beeindruckende Fakten über das Lichtband.

Ein Regenbogen entsteht, wenn die Sonne scheint und es gleichzeitig regnet. Dieses Sie sind ein optisches Phänomen und treten zur Freude vieler relativ häufig auf.

Sie kommen durch die Reflektion, Brechung und Verstreuung des Sonnenlichts im Zusammenspiel mit Regentropfen zustande. Wenn das nicht cool ist!

Dennoch gibt es laut Huffington Post noch viele weitere wissenswerte Dinge bezüglich dieses Phänomens. Dazu hier eine Liste mit faszinierenden Fakten, die ihr sicherlich noch nicht wusstet:

1. Nicht alle Farben des Regenbogens sind sichtbar

Der Regenbogen umfasst ein Farbspektrum, das von Rot (außen) bis Violett (innen) reicht. Je nach Kultur glaubt man, dass er zwischen drei und neun Farben beinhaltet.

Im Westen geht man generell davon aus, dass der Regenbogen die sieben Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Türkis und Violett umfasst. Das ist allerdings nur einen Bruchteil der Wirklichkeit.

Ein Regenbogen beinhaltet eine unendliche Menge an Farben, genauer gesagt an Längen der Lichtwellen. Einige von ihnen sind für das menschliche Auge unsichtbar.

Andere sind Nachbarfarben zu ähnlich und können somit nicht differenziert werden, was erklärtm warum unser Sehorgan nur eine geringe Anzahl an Farben erkennt.

Regenbogen in Irland Peter Zelei Images@Getty Images

2. Zwei Menschen sehen niemals denselben Regenbogen

Auch wenn zwei Personen direkt nebeneinander stehen und auf den Regenbogen blicken, werden sie niemals denselben sehen. Warum? Weil die Regentropfen, durch die das Sonnenlicht fällt, in ständiger Bewegung sind.

Zudem ändert sich ihre Form, wodurch ein völlig neuer Winkel der Lichtbrechung entsteht. Je nach Position kann der Beobachter nur einen winzigen Teil der Reflektionen wahrnehmen.

Die Erscheinung eines Regenbogens wird außerdem durch die Position der Sonne, sowie der des Betrachters beeinflusst. Nicht außer Acht zu lassen ist außerdem die Sehfähigkeit, die sich von Person zu Person stark unterscheidet.

3. Der Himmel oberhalb des Regenbogens ist dunkler, als darunter

Bisher haben es nur wenige bemerkt, obwohl es eigentlich einfach zu erkennen ist, wenn man den Blick auf den Regenbogen richtet. Der Himmel oberhalb des Regenbogens ist generell dunkler als in seinem Inneren.

Dies beruht darauf, dass jeder Wassertropfen eine Kugelform hat, die das Licht scheibenförmig verstreut, da sie selbst aus einem Stapel bunter Scheiben besteht.

Da allerdings die letzten Scheiben andere Durchmesser beinhalten, besteht keine Überlagerung, wodurch die Farben und die Form des Regenbogens zustande kommen.

Nichtsdestotrotz überlagern sich die Scheiben sehr wohl und lassen weiße Stellen entstehen, was zu einer scheinbaren Erhellung des Himmels führt. Daher erscheint er weniger dunkel als oberhalb des Regenbogens.

Ein Regenbogen über einem Feld Rakop Tanyakam/EyeEm@Getty Images

4. Regenbogen am Mittag sind sehr selten

Damit ein solches Phänomen entstehen kann, müssen verschiedene Bedingungen vereint auftreten: Es muss regnen während die Sonne scheint. Aber nicht nur das!

Es ist notwendig, dass sich unsere Erde an einem bestimmten Ort befindet: weniger als 42 Grad über dem Horizont. Sobald die Sonnenstrahlen die Wassertropfen in einem Winkel unter oder gleich 42 Grad treffen, kommt ein Regenbogen zustande.

Je niedriger die Sonne steht, desto stärker ist der Regenbogen sichtbar. Im Gegensatz dazu entsteht das Phänomen nicht oder ist kaum sichtbar, wenn die Erde stark Richtung Sonne steht.

Daher ist es selten, dass ein Regenbogen mittags auftaucht. Die Sonne steht zu diesem Zeitpunkt zu hoch, als dass alle Bedingungen erfüllt werden können.

5. Ein Regenbogen kann auch nachts auftreten

Wie ist es möglich, dass ein Regenbogen, der doch Sonnenlicht braucht, um zu entstehen, auch in der Nacht auftaucht? Die Antwort: Wenn der Vollmond den Platz der Sonne einnimmt.

Das abgestrahlte Licht kann, ähnlich wie Sonnenstrahlen, Regentropfen oder feuchte Stellen streifen und so ein ähnliches buntes Spektrum entstehen lassen.

Dieses Phänomen nennt man Mond-Regenbogen (englisch: "Moonbow") und es erscheint in der Natur etwas blasser als der übliche Regenbogen. Magisch, oder?

Ein sogenannter Moonbow Chasing Light - James Stone@Getty Images

Seine Farben sind die gleichen wie bei einem gewöhnlichen Regenbogen, allerdings können sie aufgrund des Lichtmangels von den Rezeptoren des menschlichen Auges nicht ausreichend erfasst werden.

Daher erscheint das Phänomen nachts auch öfter weiß. Des Weiteren muss der Nachthimmel so klar wie möglich sein, damit man überhaupt einen Mond-Regenbogen wahrnehmen kann.

6. Es ist unmöglich, das Ende zu erreichen

Ihr könnt versuchen, euren Standort oder den Winkel zu wechseln oder eine andere Person in der Ferne fragen, es ist unmöglich das Ende oder den Fuß eines Regenbogens zu erreichen.

Aus dem einfachen Grund, dass die Farbstrahlen, die zu dem Phänomen führen, von der Entfernung und dem Winkel zum Boden des Beobachters abhängen.

Wenn ihr euch bewegt, bewegt sich der Regenbogen mit euch und verändert sich ebenfalls für alle eure Nachbarn, egal wie weit entfernt sie sind. Doch es bestehen nach wie vor Legenden, dass sich am Ende des Regenbogens ein Schatz befinden soll.

7. Der Bogen kann sich in einen Kreis verwandeln

Ein Regenbogen ist ein Kreis, der sich um einen bestimmten Punkt herum bildet, der Antisolar-Punkt genannt wird. Dies ist der Punkt, der sich genau gegenüber der Sonne befindet und bei schönem Wetter durch den Schatten, den unser Kopf formt, gekennzeichnet wird.

Dennoch können wir den Kreis nicht sehen, da die Erde im Weg ist. Je näher die Sonne dem Horizont ist, desto größer ist der Regenbogen, den wir sehen. Beim Sonnenuntergang sehen wir einen Halbkreis.

Im Gegensatz dazu erscheint der Regenbogen kleiner, desto höher die Sonne steht. Wenn der Beobachter allerdings an Höhe zunimmt und die Sonne in seinem Rücken steht, ist er in der Lage, mehr vom Kreis zu erkennen.

Sieht man aus einem Flugzeug nach unten, kann man mit etwas Glück den gesamten Kreis entdecken. Diese Beobachtung bleibt allerdings sehr schwierig und selten.

8. Es gibt doppelte und dreifache Regenbogen

Nahezu jeder hat in seinem Leben mindestens einmal einen Regenbogen gesehen, aber einige haben das Glück, einen Doppel- oder Dreifach-Regenbogen zu entdecken.

Unter bestimmten Umständen kann ein Regenbogen von einem zweiten begleitet werden, der die Farben in umgekehrter Reihenfolge beinhaltet: Außen Rot und innen Violett.

Dies liegt in der Doppelreflektion des Lichts in den Wassertropfen, aber der zweite Regenbogen erscheint üblicherweise blasser und weniger strahlend.

Ein doppelter Regenbogen R A Kearton@Getty Images

Bei dreifacher Reflektion kann man sogar einen dritten Regenbogen sehen. Dieser hat dieselbe Farbreihenfolge, wie der erste, ist aber noch weniger sichtbar.

Man kann sich also vorstellen, was für ein unglaubliches Glück der Beobachter hat, wenn er einen Dreifach- oder sogar Vierfach-Regenbogen zu Sicht bekommt.

9. Ihr könnt selbst einen Regenbogen im Garten herstellen

Unser Himmel ist bei weitem nicht der einzige Ort, an dem ein Regenbogen entstehen kann. Sobald Sonnenstrahlen auf Wassertropfen treffen, ist es möglich, das Phänomen zu replizieren.

Vielleicht habt Ihr auch schon einmal aus Versehen einen Regenbogen erzeugt, als ihr euren Garten gegossen habt. Hierzu genügt es, sich mit dem Rücken und einem Gartenschlauch in der Hand zur Sonne auszurichten.

Dann erzeugt ihr mit dem Schlauch einen feinen Nieselregen, und schon habt ihr euren eigenen Regenbogen. Ein Regenbogen kann außerdem in Wasserfontänen oder Wasserfällen auftauchen.

10. Ihr könnt einen Regenbogen verschwinden lassen

Dies ist durch das Benutzen eurer Brille möglich. Tatsächlich können Brillen mit polarisierenden Gläsern laut einem Blog des Discover Magazines einen Regenbogen vor euren Augen verschwinden lassen, obwohl er immer noch vorhanden ist.

Hierzu genügt es, die Brille vertikal zu halten. Dieser Glas-Typ wurde dafür konzipiert, polarisiertes Licht abzublocken, das heißt Licht, das sich auf horizontalen Flächen reflektiert und normalerweise blendet.

Durch die Abblockung kann nur Licht durch die Gläser dringen, das Information enthält. Dies soll zu einer verbesserten Sicht beitragen. Das Licht, das Regenbogen kreiert, prallt von den Wassertropfen zurück und ist ebenfalls polarisiert.

Solange ihr die Brille horizontal haltet, wird das Licht nicht gefiltert. Wenn ihr sie allerdings dreht, blockieren die Gläser die Strahlen und lassen so das Phänomen verschwinden. Einfach unglaublich, oder?


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