Postkoitale Dysphorie: Darum sind viele Frauen nach dem Sex traurig
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Postkoitale Dysphorie: Darum sind viele Frauen nach dem Sex traurig

Hast du schon mal von postkoitaler Dysphorie gehört? Wahrscheinlich nicht. Dabei ist es ein Phänomen, das enorm viele Frauen betrifft und nach dem Sex schnell die Stimmung zerstören kann.

Australische Wissenschaftler vom Queensland Institute of Technology haben sich kürzlich für die "postkoitale Dysphorie" interessiert. Dabei handelt es sich um ein Gefühl von Traurigkeit und Energielosigkeit, das Frauen nach dem Sex überkommen kann.

46 Prozent von 200 Befragten sind betroffen

Laut den Studienergebnissen, die in der amerikanischen Zeitschrift Journal of Sexual Medicine erschienen sind, haben 46 Prozent der 200 Befragten dies mindestens einmal in ihrem Leben erfahren. Fünf Prozent der befragten Frauen haben es im Monat davor erlebt.

Die Frauen, die an der Studie teilgenommen haben, erklären, dass sie sich nach dem Geschlechtsverkehr manchmal traurig, leicht reizbar, melancholisch oder ängstlich fühlen. Außerdem sagen sie, dass der "Sex-Blues" auch nach einem als "befriedigend" empfundenen Verkehr auftreten könne.

Hormonelle Reaktion

Die australischen Forscher glauben, dass die "postkoitale Dysphorie" auf hormonelle Veränderungen und ihre Neujustierung zurückzuführen ist. Der Geschlechtsverkehr ermöglicht es dem Gehirn, Endorphine freizusetzen, das Hormon des Glücksgefühls und des Wohlbefindens. Nach dem Sex kommt es zu einer hormonellen Umstellung, was den "Sex-Blues" und damit möglicherweise einhergehende Kopfschmerzen erklären könnte.

Im Jahr 2011 wurde eine andere Studie in der Zeitschrift International Journal of Sexual Health veröffentlicht, die enthüllt, dass zehn Prozent der 200 befragten Frauen angaben, sich nach dem Sex oft oder sogar immer traurig zu fühlen.

Die Wissenschaftler hatten erklärt, dass die Ursachen der "postkoitalen Dysphorie" die psychische Gesundheit der Frauen sowie sexuelle Traumata aus der Kindheit und im Erwachsenenalter sind. Auch wenn es laut diesen beiden Studien häufig vorkommt, ist es schwierig, den "Sex-Blues" genau zu definieren.

Von Sarah Kirsch

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