Unwetter-Katastrophe in Italien: Was Urlauber jetzt wissen müssen

In weiten Teilen Italiens gilt nach schweren Unwettern die höchste Alarmstufe. Fällt der Pfingsturlaub jetzt ins Wasser? Das raten das Auswärtige Amt und der ADAC Reisenden.

Unwetter-Katastrophe in Italien: Was Urlauber jetzt wissen müssen
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Unwetter-Katastrophe in Italien: Was Urlauber jetzt wissen müssen

In mehreren Regionen Italiens gilt nach schweren Unwettern in den vergangenen Tagen die höchste Alarmstufe. Überschwemmungen und Schlammlawinen haben bereits mehrere Todesopfer gefordert. Mitte der Woche traten 21 Flüsse über die Ufer und 36 Städte und Gemeinden waren überflutet. Tausende Menschen mussten aus ihren Häuser evakuiert werden. Ferienregionen an der Adria-Küste in der Emilia-Romagna sind besonders stark betroffen, am schlimmsten sieht es in den beliebten Urlaubsorten wie Ravenna, Rimini, Cesena oder Bologna aus. Fällt der anstehende Pfingsturlaub jetzt also ins Wasser?

Auswärtiges Amt rät zu Vorsicht

Das Auswärtige Amt rät angesichts der Lage zu besonderer Vorsicht in den Regionen Emilia-Romagna sowie Sizilien. Dort gelte jeweils die höchste Alarmstufe. Jedoch sei in ganz Italien mit Einschränkungen zu rechnen. Im Landesinneren bestünde die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen, an der gesamten Küste auch Mittel- und Süditaliens könnten Sturmfluten einsetzen.

Viele Straßen seien unpassierbar und es käme zu Einschränkungen im regionalen Bahnverkehr, heißt es weiter. Betroffen sind aktuell unter anderem die Autobahn A13 zwischen Bologna und Taranto sowie die Zugstrecken zwischen Bologna und Rimini, Ravenna und Faenza sowie zwischen Ravenna und Castelbolognese.

Das Auswärtige Amt weist Reisende darauf hin, die aktuelle Lage in den lokalen und sozialen Medien zu verfolgen. Zudem sollten sie Verbote, Hinweisschilder und Warnungen beachten und den Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt Folge leisten. Offizielle Informationen über die Katastrophenlage gibt es auch auf der Website und dem Twitter-Account der Region Emilia-Romagna. Wie hier zu lesen ist, haben einige Sehenswürdigkeiten in weniger betroffenen Städten bereits wieder geöffnet.

Urlaub stornieren? Das sagt der ADAC

Angesichts der bevorstehenden Pfingstferien in mehreren deutschen Bundesländern fragen sich nun viele, ob sie ihren gebuchten Urlaub noch stornieren können. Laut ADAC sind bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen Pauschalreisende klar im Vorteil: Aufgrund "außergewöhnlicher Umstände", welche etwa die Anfahrt zu einer Reise oder deren Durchführung erheblich beeinträchtigen, lässt sich der Urlaub nämlich kostenlos stornieren.

Individualreisende können ihr Hotel laut ADAC jedoch nicht stornieren, nur weil der Strand in der Region nicht nutzbar ist. Eine Umbuchungs- oder Kulanzmöglichkeit ergibt sich demnach erst dann, wenn etwa das Hotel aufgrund des Hochwassers nicht nutzbar ist oder der im Zusammenhang mit dem Hotel beworbenen Pool- oder Strandzugang nicht gewährleistet werden kann.

Wetterprognose für Emilia-Romagna

Bayern und Baden-Württemberg starten erst am 30. Mai in die Pfingstferien. Könnten sich die Wetterverhältnisse bis dahin verbessern? Laut "wetter.de" zieht das Unwetter in den kommenden Tagen zwar in die Alpenregion weiter, eine Entwarnung gibt es aber nicht. Mit Temperaturen um die 17 Grad Celsius bleibt es auch in den kommenden Tagen verhältnismäßig kühl, kommende Woche steigen die Temperaturen. Paride Antolini, dem Präsidenten des Geologen-Verbandes der Region, zufolge ist aber auch in den kommenden Wochen noch mit den Folgen des Extremwetters zu rechnen.

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