Prostatakrebs: Peter (65) berichtet vom Erfolg seiner Roboter-OP © Christian Knieps
Veröffentlicht am 17/09/2026 um 14:00 von der Redaktion

Prostatakrebs: Peter (65) berichtet vom Erfolg seiner Roboter-OP

Peter Hinsenkamp stand plötzlich vor der Diagnose Prostatakrebs. Jetzt erzählt er, warum die Entscheidung für eine Roboter-OP seinen Alltag wieder lebenswert machte.

Bisher kannte Peter Hinsenkamp Krankenhäuser nur von außen. In seinen 65 Lebensjahren war er nie im Krankenhaus – bis ein Kollege ihn überredete, seine Prostata checken zu lassen. Dieser Moment änderte alles. Ein erhöhter PSA-Wert tauchte plötzlich auf. Was dann folgte, liest sich wie ein medizinischer Kraftakt – mit einem “Roboter” als Hauptdarsteller.

Vom Werkstattboden in den OP – Peters Geschichte nimmt Fahrt auf

Im Februar 2025 beginnt die Achterbahnfahrt. Nach dem Urologenbesuch erfährt Peter, dass sein PSA-Wert bei 9,86 ng/ml liegt. Für Männer seines Alters ist alles über 4,0 ng/ml ein Alarmsignal. Nur zwei Tage nach der MRT folgt die Biopsie: Die Prostata ist „größer als eine Walnuss“ und muss raus. Die Zeit drängt, die Entscheidung fällt im Mai. Das Evangelische Klinikum Essen kennt diese Fälle – und setzt auf einen Operationsroboter.

Bis zu diesem Augenblick hatte Peter, ehemaliger Kfz-Mechaniker aus Mülheim in Nordrhein-Westfalen, keinerlei Erfahrung mit medizinischen Eingriffen. Der Tipp kam damals von seinem Kollegen Herrmann, der ihn nachdrücklich dazu aufforderte, sich beim Urologen untersuchen zu lassen. Letztlich brachte genau dieser freundschaftliche Rat die Wahrheit ans Licht: Ohne Herrmanns Nachhaken, sagt Peter, wäre er wohl nicht so schnell aktiv geworden. Nach der Diagnose folgte ein eng getakteter Ablauf – MRT, dann Biopsie – denn die Ärztinnen und Ärzte machten deutlich, dass das Risiko nicht auf die leichte Schulter zu nehmen war.

Die Entscheidung zur Entfernung der Prostata wurde von Peter gemeinsam mit Familie und behandelndem Team getroffen. Schon früh deutete sich an, dass der konservative Weg angesichts der Größe des Tumors und der Ergebnisse der radiologischen Untersuchungen ausfiel. „Wir wollten keine Zeit verlieren“, betont Peter heute und erinnert sich an die Unsicherheit der Zeit vor dem OP-Termin: Wie würde es nach der Operation weitergehen? Könnte er überhaupt wieder normal leben oder seinem geliebten Tennis nachgehen?

Was Peter und seine Familie überzeugte: Die Möglichkeit, dass ein Roboter namens Da-Vinci die Operation übernimmt. Die Technik machte Eindruck, denn sie versprach kleinere Schnitte, mehr Präzision und geringere Risiken bei den Nebenwirkungen. Gerade die Aussicht auf eine schnelle Genesung und der Wunsch, keine große Narbe zu behalten, spielten laut Peter eine entscheidende Rolle.

Da-Vinci im OP: Präziser Schnitt, rasche Genesung, kaum Nebenwirkungen

Am 16. Mai 2025 ist es so weit: Peter wird gegen 7:15 Uhr eingeliefert, um 8 Uhr rollt er in den OP. Um 14 Uhr wacht er schon wieder in seinem Zimmer auf. Der Roboter Da-Vinci, gesteuert vom Chirurgen, erledigt den Eingriff mit kleinen Schnitten und fühlbarer Präzision. „Die Narbe ist wirklich minimal“, erzählt Peter zufrieden – und: „Alles funktioniert auch tiptop.“ Keine stärkere Inkontinenz, die Potenz bleibt erhalten. Chemotherapie oder Bestrahlung? Nicht nötig. Die Ärzte sind zufrieden: „Der Tumor wurde vollständig entfernt.“

Die Nachsorge verläuft unkompliziert. Peter berichtet über eine zügige Heilung: „Die Fäden mussten gar nicht gezogen werden.“ Nur kurzzeitig litt er unter leichter Inkontinenz, die sich aber mit der Zeit deutlich besserte. Besonders wichtig für ihn war, dass „alles sonst weiterhin tiptop“ funktioniert – ein Thema, das viele Männer nach solchen Eingriffen besonders umtreibt.

Wieder zu Hause, fühlte er sich zunächst etwas unsicher, doch die Fortschritte stellten sich rasch ein. Bereits wenige Wochen nach dem Eingriff spürte Peter, wie die alte Kraft zurückkehrte. Er musste weder eine Chemotherapie noch eine Bestrahlung auf sich nehmen – ein großes Aufatmen für den 65-Jährigen und seine Familie.

Die Beschreibung aus dem Evangelischen Klinikum Essen unterstreicht die Vorteile der Methode: Die Operation gelingt schonend, der Patient könne oftmals schneller wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, geringere Narbenbildung und ein insgesamt reduziertes Risiko für Komplikationen. Die Zahlen zeigen, dass auch der PSA-Wert nach der Operation deutlich gesunken ist, was Peters Vertrauen in die gewählte Methode stärkte.

Sport, Bier und Lebenslust – wie Peter nach vorne schaut

Schon im August 2025 steht Peter wieder regelmäßig auf dem Tennisplatz. Im Herbst fühlt er sich zu „80 Prozent“ fit und genießt mit Freunden ein Bier. Der Roboter-Eingriff? Für den 65-Jährigen ein Türöffner in ein aktives, sorgenfreieres Leben. Zur Nachsorge gehören Gespräche, aber keine weiteren Therapien. Sein Kollege Herrmann, der ihn damals zur Untersuchung drängte, bleibt wichtiger Begleiter.

Heute hat Peter sein altes Leben fast wieder zurück, vielleicht sogar noch etwas mehr Lebenslust hinzugewonnen. Der schnelle Weg zurück in den Sport, das Zusammensein mit Freunden und die bewusste Entscheidung, mehr Zeit für schöne Dinge zu investieren, bestimmen nun seine Alltage. Für ihn ist klar: „Ich will jetzt das Leben viel mehr genießen.“ Der Austausch mit anderen Patienten hat ihm gezeigt, dass es sich lohnt, Mut zur Vorsorge und zu neuen medizinischen Verfahren zu haben.

Sein Rückblick fällt deutlich aus: Ohne den Rat seines Freundes und den Einsatz der Da-Vinci-Technik wäre sein Genesungsweg wohl komplizierter verlaufen. Das Vertrauen in die modernen Operationsmethoden und die enge Zusammenarbeit mit den Ärzten des Evangelischen Klinikums Essen geben Peter das Gefühl, auf der richtigen Spur zu sein. „Für mich war das genau die richtige Entscheidung.“

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Verwendete Quelle:

Peter (65) hatte Prostata-Krebs - „Ich bin froh, dass mich ein Roboter operiert hat“