Unter diesen Umständen kann eine Geburt beim Baby zu einem Hirntumor führen

Unter diesen Umständen kann eine Geburt beim Baby zu einem Hirntumor führen

Instrumente, die bei der Geburtshilfe eingesetzt werden, galten bis jetzt eher für die werdenden Mütter als potentiell gefährlich. Saugglocken und Geburtszangen können zu erheblichen Geburtsverletzungen im Intimbereich führen, in manchen Fällen kommt es sogar zu irreversiblen Schäden. Jetzt nehmen Forscher an, dass sie auch für Babys gravierende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können.

Im besten Fall läuft eine Geburt ohne Komplikationen für Mutter und Kind ab. Im schlimmsten Fall kann es aber zu Vorfällen wie einem Geburtsstillstand kommen. Dann sind die Hebammen oder Ärzte gefragt, die in den natürlichen Geburtsvorgang eingreifen müssen, um Schlimmeres zu verhindern. Was das für die Gesundheit der Babys im Kleinkindalter bedeutet, haben nun Forscher der Universität von Athen genauer unter die Lupe genommen. Bei der Auswertung ihrer Studien kommen diese zu erschreckenden Annahmen.

Der Einsatz von Instrumenten erhöht das Risiko für spätere Hirntumore 

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Laut FAZ haben Kinder, bei deren Geburt Geburtszangen oder insbesondere Saugglocken zum Einsatz gekommen sind, "fast das Achtfache Risiko einen Tumor des Zentralnervensystems zu entwickeln als Kinder, die ohne instrumentelle Hilfe zur Welt gekommen sind." Es wird vermutet, dass der Druck, der auf dem Kopf des Babys beim Ziehen mit der Saugglocke entsteht, zu Schäden führen kann, die nicht nur Auswirkungen auf die Kopfform des Neugeborenen haben. Erwachsene, deren Gehirn beispielsweise bei einem Unfall Verletzungen davontragen, haben später ein höheres Risiko, an bestimmten Hirntumoren zu erkranken. Daher die Vermutung der Wissenschaftler, dass der hohe Saugdruck ähnliche Folgen für Babys haben kann. 

Weitere Risikofaktoren

Laut anderer Studien gibt es allerdings noch mehr Risikofaktoren, die die Entstehung eines Hirntumor im Kleinkindalter begünstigen. So ist belegt, dass ein großer Kopfumfang sowie ein hohes Geburtsgewicht in Zusammenhang mit bestimmten Arten von Hirntumoren, wie Meningeomen, stehen. In Schweden wurde zudem festgestellt, "dass nach einer Saugglockengeburt umso mehr Schäden zu fürchten sind, je schwerer das Kind bei der Geburt ist." Es sei wichtig, dass das Krankenhauspersonal richtig mit den Instrumenten umgehen kann, da ansonsten wertvolle Zeit verloren geht. Studien belegten, dass Kinder, die mit einem Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden, sogar weniger oft an einem Hirntumor leiden als Kinder, die ohne jegliche Hilfsmittel auf die Welt kommen. Natürlich kann aber auch der Kaiserschnitt zu Komplikationen führen. Werdende Mütter und Väter sollten sich im Vorfeld gründlich darüber informieren, wie sie sich die Geburt vorstellen, welche Komplikationen auftreten können und sich darüber im Klaren sein, dass die Gesundheit von Mutter und Kind im Vordergrund stehen und der Plan für die perfekte Entbindung manchmal über Bord geschmissen werden muss. Falls ihr über eine Geburt im Krankenhaus nachdenkt, klären wir euch hier über Vor- und Nachteile auf. 

 

 

Simone Haug
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