Stressessen: Mit diesen 6 Tipps gelingt euch der Kampf gegen das Verlangen
Stressessen: Mit diesen 6 Tipps gelingt euch der Kampf gegen das Verlangen
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Stressessen: Mit diesen 6 Tipps gelingt euch der Kampf gegen das Verlangen

Stressessen bedeutet, infolge von Stress zu essen, selbst wenn man gar keinen Hunger hat. In der momentan schwierigen Situation gerät das Essverhalten vieler Menschen daher verständlicher Weise durcheinander. Wir haben ein paar Tipps für euch, wie ihr besser mit Stresssituationen umgehen und so Frustessen vorbeugen könnt.

Während die einen in stressigen Situationen ihren Appetit verlieren, flüchten sich wiederum andere in das genaue Gegenteil: Essen. Ein süßer Snack zur Beruhigung zwischen zwei Mahlzeiten, eine zweite Portion beim Abendessen, um wieder runterzukommen ... Das nennt man "Stress eating" oder "Stressessen".

Tricks gegen das Verlangen

Egal, ob auch ihr euren Frust wegnascht oder einen gesünderen Umgang mit Essen habt, in der Selbstisolation ist es nicht ganz einfach, einen ausgewogenen Lebensstil aufrechtzuhalten. Ihr solltet aber wissen, dass es Tricks gibt, mit denen ihr gegen dieses Verlangen vorgehen könnt. Und das bedeutet nicht unbedingt, dass ihr auf eure Lieblingsnaschereien verzichten müsst.

In Stresssituationen denken wir oft ans Essen  Westend61@Getty Images

Die richtigen Angewohnheiten

Zunächst einmal ist es wichtig, die Stressfaktoren zu identifizieren, die euch dazu drängen, zu essen – Streit mit dem Partner, Sorgen, Ängste – um sie so minimieren zu können. Dabei kann ein Ess-Tagebuch hilfreich sein. Darin notiert ihr, wann ihr, was, in welchen Mengen, in welcher Situation und mit wem esst.

Anschließend empfiehlt es sich, die Küche neu zu organisieren. Um das Verlangen gar nicht erst zu wecken, versteckt die Süßigkeiten im Schrank weit oben oder hinter anderen Lebensmitteln. Versucht stattdessen lieber auf besser zugängliches Obst und Gemüse zurückzugreifen, wenn es euch mal wieder gelüstet. Stellt es zum Beispiel auf Augenhöhe in den Kühlschrank. Ihr könnt es auch schon vorher Waschen und schneiden, dann kann man direkt zugreifen.

Habe ich wirklich Hunger?

Natürlich solltet ihr euch deswegen nicht gänzlichen eurer Lieblingsessen entsagen. Die aktuelle Situation und der Stress, den sie mit sich bringt, eignen sich nicht für eine strikte Diät. Nahrung sichert nicht nur unser Überleben, sie ist auch zum Genießen da. Das Wichtigste ist, dass ihr alles in Maßen macht.

Wenn man also vermeiden will zuzunehmen, sollte man sich beim ersten Anzeichen von Appetit die Frage stellen: Habe ich wirklich Hunger? Manchmal resultiert die Lust, etwas zu essen einfach aus Langeweile. Um dem entgegenzuwirken, zieht lieber eure Sportschuhe an und geht eine Runde laufen oder startet eine neue Netflix-Serie. Kurzum sorgt einfach dafür, dass ihr beschäftigt seid, dann nascht ihr auch weniger.

Wenn ihr im Homeoffice arbeitet, solltet ihr auf keinen Fall die Pausen vernachlässigen – vor allem nicht ein richtiges Frühstück und legt einen Snack ein, wenn ihr das Bedürfnis danach verspürt. Das hindert euch daran, zu naschen. Denkt auch daran, Wasser und warme Getränke zu trinken. Häufig verwechselt man Hunger mit Durst.

Unfehlbare Alternativen

Anstatt euch bei aufkommendem Stress oder Sorgen direkt in Richtung Küche zu bewegen, haltet lieber fünf Minuten inne und atmet tief durch. Meditiert, nehmt ein Bad, hört Musik, ruft einen Freund an ... Es gibt viele Strategien, die sich als wesentlich wirkungsvoller gegen Stress erweisen als Schokolade.

Wenn ihr wirklich Hunger habt, könnt ihr überlegen, zu gesünderen Alternativen zu greifen, die weniger Kalorien haben (Joghurt, Äpfel). Und wenn ihr unbedingt naschen wollt, dann verbietet es euch nicht, doch tut es in Maßen. Um euch dabei zu unterstützen, nehmt einzelne Stücke oder esst aus kleinen Gefäßen ... So verhindert ihr, dass ihr direkt eine ganze Packung inhaliert.

Von Martin Gerst

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