Sportausflug wird zum Horrortrip: "Meine Knie waren nur noch rohes Fleisch"
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Sportausflug wird zum Horrortrip: "Meine Knie waren nur noch rohes Fleisch"

Sportausflug wird zum Horrortrip: "Meine Knie waren nur noch rohes Fleisch"

Es hätte ein ganz normaler Sportausflug in die Wildnis werden sollen. Doch als Joseph Oldendorf mitten im Wald schwer stürzt und sich verletzt, muss er ohne Handyempfang ums Überleben kämpfen.

Das hatte er sich ganz anders vorgestellt. Wie schon unzählige Male zuvor macht sich Joseph Oldendorf auf den Weg zu einer 20 Meilen langen Jogging-Strecke quer durch die dichten Wälder des US-Bundesstaates Washington. Als er an diesem Tag aufsteht, weiß der 26-jährige passionierte Läufer noch nicht, was für Qualen er an diesem Tag ausgesetzt sein wird.

Sportausflug wird zum Horrortrip

Alles scheint normal. Er hat bereits zwölf Meilen im Olympic National Forest zurückgelegt, als es plötzlich passiert: Auf dem unwegsamen Gelände stolpert er und stürzt schwer. Er weiß sofort, sein Bein ist gebrochen und er benötigt auf der Stelle Hilfe.

Doch verzweifelt muss Joseph feststellen, dass er keinen Handyempfang hat, er ist zu weit abseits vom Schuss. Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als loszukriechen. Doch in Anbetracht der höllischen Schmerzen ist das fast nicht möglich. Gegenüber kiro7.com sagt er später:

Es war ein steiniger, schneebedeckter, schmutziger, nasser Pfad und nach einer Weile waren meine Knie nur noch rohes Fleisch. Irgendwann kam ich auf die Idee, meine Schuhe über die Knie zu ziehen. Aber auch das hat nichts gebracht, sie sind immer wieder abgefallen.

Auch die einsetzenden Minusgrade machen ihm zu schaffen. Doch der Gedanke an seine Familie, dass sie es nicht ertragen würden, ihn auf diese Weise zu verlieren, hält ihn in Bewegung. Es gibt ihm Kraft und sorgt dafür, dass er sieben Stunden durch das menschenleere Nirgendwo kriecht. Endlich hat er wieder Empfang und kann Rettungskräfte erreichen. Aber noch ist er nicht in sicheren Händen!

Zehn Stunden lange Strapazen

Um beim Warten auf seine Retter nicht zu erfrieren, schleppt er sich noch drei weitere Stunden durch die Wildnis. Dann wird er endlich gefunden. Er ist vollkommen erschöpft und gefährlich unterkühlt nach dem übermenschlichen Kraftakt. Zehn lange Stunden ist er mit gebrochenem Bein und aufgeschürften Knien durch die eisige Kälte gerobbt.

Er wird nach Seattle in ein Krankenhaus gebracht, wo er sich nun von seinen schweren Blessuren erholen kann. Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können!

Von Thomas Schmitt

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