Polydipsie: Wenn der Durst nach Wasser krankhaft wird

Eigentlich ist man es gewohnt, ermahnt zu werden am Tag genügend Wasser zu trinken. Doch auch das Gegenteil kann der Fall sein. Wenn der Durst nach Wasser unstillbar scheint, kann das Wasser trinken zu einer gefährlichen Krankheit werden.

Polydipsie: Wenn der Durst nach Wasser krankhaft wird
Weiterlesen
Weiterlesen

Diese Krankheit bezeichnet man als Polydipsie. Sie kann ein Symptom für eine schwerwiegende Krankheit sein oder aber schnell vorübergehen. Wer mehr als vier Liter täglich trinkt, sollte einen Arzt konsultieren.

Wer über vier Liter am Tag trinkt, sollte sich ärztlichen Rat suchen  alanpoulson@Getty Images

Polydipsie und ihre Symptome

Polydipsie ist eine psychologische Störung, die Patienten dazu bringt, extrem viel Wasser zu trinken. Die betroffenen Personen trinken bis zu zehn Liter Wasser am Tag, obwohl der Durchschnitt eigentlich bei 1,5 Liter liegt. Auch wenn man regelmäßig Wasser trinken soll, kann so viel Flüssigkeit schlimme Folgen für den Organismus haben, etwa ein Ödem im Gehirn.

Neben des hohen Wasserkonsums muss der Patient auch besonders oft aufs Klo. Regelmäßig muss er Urin ausscheiden (über drei Liter am Tag). Die Betroffenen verhalten sich oft sehr diskret.

Ursachen der Polydipsie

  • Polydipsie kann zahlreiche Ursachen haben:
  • Diabetes
  • Psychose oder Nekrose
  • Schizophrenie und Demenz
  • Probleme im Hirnzentrum für Durst
  • Geistige Zurückgebliebenheit
  • Oligophrenie
  • Neurologische Störungen
  • Psychoanalytische Störungen

Risiken und Folgen der Polydipsie

Die Folgen der Polydipsie können schlimm sein. Der Organismus kann das ganze Wasser nicht absorbieren. So befindet sich zu viel Flüssigkeit in den Zellen und der Salzanteil im Blut sinkt. Dadurch kann ein Ödem im Gehirn entstehen. In den schlimmsten Fällen kann Polydipsie sogar tödlich sein.

Behandlung der Polydipsie

Die beste Behandlungen sind eine Psychotherapie oder eine Psychoanalyse. Eine lang andauernde Therapie kann helfen. So kann der Wasserkonsum langfristig gesenkt werden. Der Patient kann sich dabei beim Konsum Etappenziele setzen.

Im Video weiter oben verraten wir euch, wie ihr gesund trinkt.