Keine Impfung? Kein Gehalt! Impfverweigerer werden in Russland nicht mehr bezahlt

Seit gestern müssen in vielen Moskauer Unternehmen mindestens 60 Prozent des Personals gegen Corona geimpft sein - ansonsten drohen Geldstrafen. Mancher Mitarbeiter muss gar um sein Gehalt fürchten.

So müssen in der russischen Hauptstadt alle Unternehme im Gastronomie-, Dienstleistungs-, Handels- sowie Verkehrssektor seit Dienstag nachweisen können, dass mindestens 60 Prozent ihres Personals durchgeimpft sind. Dasselbe gilt für den Bildungs- und Gesundheitssektor sowie den Öffentlichen Dienst.

Harte Geldstrafen drohen

Wenn ein Unternehmen diese Quote nicht erfüllt, so drohen ihm harte Geldstrafen. Nach Aussagen des Moskauer Restaurantbesitzers Maxim Balyayev gegenüber der Tagesschau haben die es in sich:

Bis zu 50.000 Rubel - knapp 600 Euro - sind es für Privatunternehmer, bis zu 300.000 Rubel für Betriebe und bis zu einer Million bei weiterer Nichteinhaltung.

Doch nicht nur Geldstrafen kommen auf solche Unternehmen zu. Auch ein 90-tägiges Tätigkeitsverbot kann drohen.

Zwar hatten wir während der Pandemie ohnehin nicht viel Betrieb, aber das würde ich mir trotzdem nicht wünschen.

Keine Impfung? Kein Gehalt!

Auch auch einzelne Arbeitnehmer:innen kann eine Impf-Verweigerung hart treffen: Denn jeder, der ohne medizinische Gründe eine Impfung verweigert, kann von seinem Arbeitgeber freigestellt werden - unbezahlt. Diese strengen Regelungen wurden von der Stadt Moskau im Juni beschlossen.

Grund dafür war vor allem die rasante Ausbreitung der Delta-Variante - sowie eine sehr geringe Impfbereitschaft im Land. Zwar hatte Russland mit Sputnik V schon vor einem Jahr den weltweit ersten Corona-Impfstoff offiziell zugelassen, dennoch gilt nur ein Fünftel der Bevölkerung als vollständig geimpft. Ähnlich strenge Regeln gelten nun übrigens auch in Fidschi.

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