Heftige Nebenwirkung bei Biontech-Impfstoff: Diese Menschen dürfen ihn auf keinen Fall erhalten!
Heftige Nebenwirkung bei Biontech-Impfstoff: Diese Menschen dürfen ihn auf keinen Fall erhalten!
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Heftige Nebenwirkung bei Biontech-Impfstoff: Diese Menschen dürfen ihn auf keinen Fall erhalten!

Von Fred Eilig

Kurz nach dem Impf-Start in Großbritannien treten bei zwei Menschen heftige Nebenwirkungen auf. Die Gesundheitsbehörden reagieren sofort und sprechen eine Warnung aus.

Die beiden Betroffenen bekommen das Mittel von Biontech verabreicht und erfahren heftige allergische Reaktionen. Nun warnen die britischen Gesundheitsbehörden davor, Menschen mit einer Historie an Allergien den Impfstoff überhaupt zu spritzen.

Wer ist betroffen?

Bei den beiden Betroffenen handelt es sich um in der Gesundheitsfürsorge Beschäftigte, welche beide einen Adrenalin-Autoinjektor trugen und in der Vergangenheit allergische Reaktionen hatten.

So entwickelten sie nach Erhalt des Impfstoffs am Dienstag Symptome einer anaphylaktische Reaktion. Insgesamt seien in Großbritannien bereits Tausende geimpft, wie NHS England gegenüber CNN berichtet.

Vorsicht bei Allergien

Stephen Powis, Direktor des NHS England, erklärt zu dem Vorfall:

Wie bei neuen Impfstoffen üblich, hat die MHRA [Regulierungsbehörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte] vorsorglich darauf hingewiesen, dass Personen mit einer signifikanten Vorgeschichte allergischer Reaktionen diese Impfung nicht erhalten, nachdem zwei Personen mit einer Vorgeschichte signifikanter allergischer Reaktionen gestern negativ reagiert haben. Beide erholen sich gut.

Die MHRA gibt des Weiteren die Empfehlung, dass Impfungen "nur in Einrichtungen durchgeführt werden sollten, in denen Wiederbelebungsmaßnahmen verfügbar sind."

Ein Sprecher der Behörde betont: "Wir untersuchen die beiden Berichte, die uns vorrangig gemeldet wurden, eingehend."

Bointech/Pfizer wollen Vorfall aufklären

Die MHRA rät allen Personen, die den Pfizer/Biontech-Impfstoff erhalten sollen, und die bereits früher einmal eine signifikante allergische Reaktion gezeigt haben, im Vorhinein mit dem Arzt zu sprechen.

Auch der Hersteller selbst reagiert und erklärt: "Pfizer und Biontech unterstützen die MHRA bei der Untersuchung." Und weiter:

In der zentralen klinischen Phase-3-Studie wurde dieser Impfstoff im Allgemeinen gut vertragen, ohne dass vom unabhängigen Datenüberwachungsausschuss ernsthafte Sicherheitsbedenken gemeldet wurden. An der Studie nahmen bisher über 44.000 Teilnehmer teil, von denen über 42.000 eine zweite Impfung erhalten haben.

Das Studienprotokoll von Pfizer zeigt, dass Personen mit einer schweren allergischen Reaktion (z. B. Anaphylaxie) in der Vorgeschichte "bei einer Komponente der Studienintervention" nicht teilnehmen konnten.

Stephen Evans, Professor für Pharmakoepidemiologie an der London School of Hygiene & Tropical Medicine, erklärt gegenüber dem britischen Science Media Centre, dass der Anstieg zwar nur "gering" sei, räumt jedoch ein, dass Unsicherheiten bestünden. Der Forscher gibt zu bedenken, dass "einige Leute nicht wissen, ob sie überempfindlich gegen einige Bestandteile des Impfstoffs sind."

Keine Sorge für breite Öffentlichkeit

Des Weiteren unterstützt Evans den Rat der MHRA gegenüber Personen, die einen EpiPen tragen, die Impfung zu verschieben, bis der Grund für die allergische Reaktion geklärt ist. Einen grundsätzlichen Grund zur Sorge sieht er jedoch nicht.

Auch Peter Openshaw, Professor für experimentelle Medizin am Imperial College London, pflichtet dem bei:

Wie bei allen Lebensmitteln und Medikamenten besteht nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit einer allergischen Reaktion auf einen Impfstoff. Die Tatsache, dass wir so schnell über diese beiden allergischen Reaktionen Bescheid wissen und dass die Aufsichtsbehörde darauf reagiert hat, um Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, zeigt, dass dieses Überwachungssystem gut funktioniert.

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