Experten: Corona-Varianten können Impfstoffe unwirksam machen
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Experten: Corona-Varianten können Impfstoffe unwirksam machen

Von Alma Feliz
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Eine neue Studie befragt Spezialisten und kommt zu einem beängstigenden Ergebnis: Die gegenwärtigen Corona-Impfstoffe werden demnach in etwa einem Jahr keine Wirkung mehr zeigen.

77 Epidemiologen, Virologen und Spezialisten für Infektionskrankheiten nehmen an einer Befragung teil, die die internationale Organisation People's Vaccine Alliance durchführt.

Ziel ist dabei, eine klarere Vorstellung hinsichtlich Expertenmeinungen zu bekommen, was sie Wirksamkeit der gegenwärtigen Corona-Impfstoffe anbelangt.

Sie werden bald ihre Wirkung verlieren

Die Ergebnisse zeigen, dass 66% der Experten glauben, dass die erste Generation der Corona-Impfstoffe im Laufe des nächsten Jahres völlig unwirksam werden wird.

Dies soll sich zwangsläufig aus der Mutationsfähigkeit des Virus ergeben. Bekanntlich sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits mehrere Mutationen auf der ganzen Welt im Umlauf.

Innerhalb derselben Teilgruppe von Virus-Spezialisten nehmen sogar 18,2% an, dass die Impfstoffe schon nach sechs Monaten ihre Wirksamkeit einbüßen.

32,5% hingegen meinen, dass das vielleicht noch etwa neun Monate dauern kann. Weitere 18,2% sind der Ansicht, dass die Impfstoffe erst im Laufe von zwei Jahren unwirksam werden.

Nur 7,8% der Befragten sind optimistisch: Ihrer Meinung nach werden die gegenwärtigen Impfstoffe weiterhin wirksam bleiben, unabhängig davon, wie viele Mutationen das Virus noch durchmacht.

Je stärker die Zirkulation, desto höher das Mutationsrisiko

Dr. Devi Sridhar, Professor für Global Public Health an der Universität Edinburgh, ist einer dieser Befragten und erklärt seine Ansicht gegenüber Independent so:

Je stärker das Virus zirkuliert, desto wahrscheinlicher kommt es zu Mutationen und Varianten, die dann unsere gegenwärtigen Impfstoffe wirkungslos machen können. Gleichzeitig lassen wir aber ärmere Länder im Stich, ohne Impfstoffe und ohne medizinische Grundversorgung wie beispielsweise Sauerstoff.

Dr. Sridhar erscheint die Bevorzugung einiger Länder als wenig sinnvoll, da das Virus sich durch Ländergrenzen nicht aufhalten lässt. Er argumentiert weiter:

Deshalb müssen wir so viele Menschen wie möglich impfen, überall auf der Welt, und zwar so schnell wie möglich. Wieso soll man also warten und nur zusehen, anstatt dem Ganzen vorzugreifen?

Diese Studie erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem nicht nur England die Schutzbeschränkungen lockert. Überall kommt es zu Menschenansammlungen und Zwischenfällen, bei denen die geltenden Maßnahmen bewusst missachtet werden.

Allein in Großbritannien sind bislang 126.670 Todesopfer infolge des Virus zu beklagen. Bereits 4,3 Millionen Menschen haben sich dort mit dem Virus infiziert.

Drei der Hersteller von Impfstoffen gegen das Coronavirus, BioNtech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca, arbeiten derzeit an der Entwicklung von Auffrischungsimpfungen.

Eben erst hat Pfizer angekündtigt, dass sein Vakzin auch bei Kindern anwendbar sei, während es bei der Herstellung des Johnson&Johnson-Impfstoffes zu Komplikationen gekommen ist. Wohin dieses Auf und Ab führt, werden wir vermutlich erst in einiger Zeit wissen.


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