Deutscher "Freedom Day": Kassenärzte-Chef zeigt sich optimistisch

Die Impfquote steigt vielerorts und zur Belohnung feiert ein Land nach dem anderen den "Freedom Day". Doch wann ist Deutschland an der Reihe?

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Letztens hieß es noch, in Deutschland sei aufgrund der geringen Impfquote noch lange nicht an einen "Freedom Day" zu denken, doch nun sieht es schon ganz anders aus, wie der Kassenärzte-Chef Andreas Gassen erklärt.

Laut einer neuen Erhebung des Robert Koch-Instituts zur aktuellen Impfquote ist diese nämlich deutlich höher als bisher angenommen. Genauer gesagt ist von bis zu 84 Prozent Geimpften, davon 80 zweifach Geimpften auszugehen und nicht wie bisher angenommen 80 Prozent und 75.

Impfquote höher als gedacht

Das sind wirklich gute Neuigkeiten, findet Deutschlands Kassenärzte-Chef Andreas Gassen und erklärt, dass man nun nicht mehr mit "zu niedriger Impfquote für Corona-Maßnahmen argumentieren" könne, so wie es Virologe Christian Drosten kürzlich zu bedenken gibt.

Kaum irgendwo auf der Welt gebe es eine Impfquote, die 80 Prozent stark überschreite. Gegenüber der Bild-Zeitung zeigt sich Gassen daher optimistisch und stellt die Vermutung auf, dass der "Freedom-Day" auch in Deutschland näher rücke.

Jens Spahn hält Lockerungen für möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich angesichts der neuen RKI-Einschätzung ebenfalls optimistisch und erklärt, dass auf dieser Grundlage durchaus auf einige Corona-Regeln verzichtet werden könne.

Mit 2G- und 3G-Regeln sowie der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ließe sich der Herbst und Winter höchstwahrscheinlich gut überstehen. Wann die befreienden Änderungen in Deutschland dann tatsächlich umgesetzt werden, bleibt noch abzuwarten.

Bleibt uns lediglich zu hoffen, dass der langersehnte "Freedom Day" bei uns nicht so chaotisch ablaufen wird wie in England. Doch die aktuellen Fallzahlen lassen auf Gutes hoffen.