Covid-Impfung: Noch zu früh oder schon zu spät? Wann es Zeit für den Booster wird

Die Impfmaschine ist in vollem Gange, längst schon lassen sich viele zum dritten Mal gegen Covid-19 impfen. Bei einigen kommt allerdings die Frage auf: Kann es eigentlich noch zu früh oder sogar schon zu spät für den Booster sein? Wir verraten es euch.

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Die offiziellen Leitlinien sind klar: Wer älter als 18 Jahre ist, kann sich boostern lassen. Können heißt aber noch lange nicht müssen (eine Impfpflicht gibt es noch nicht, obwohl diese durchaus sinnvoll sein könnte) und so gibt es Empfehlungen, welche Personengruppen vorrangig behandelt werden sollten. Dazu gehören nicht nur ältere Personen.

Wer noch nicht geimpft ist, hat Vorrang

Die Ständige Impfkommission (STIKO) - die ein Teil des RKI ist, mehr über diese wichtigen Instanzen erfahrt ihr in unserem Video - empfiehlt generell drei Personengruppen, sich so bald wie möglich zum dritten Mal impfen (am besten mit Moderna, da es am effektivsten ist) zu lassen, dazu gehören: Bewohner:innen von Pflegeheimen, Menschen, die in pflegerischen Einrichtungen oder im medizinischen Bereich arbeiten sowie Menschen, die älter als 70 Jahre sind.

Eine weitere Gruppe hat allerdings Vorrang: Expert:innen empfehlen ausdrücklich, dass all jene, die noch nicht (vollständig) geimpft sind, einen Termin erhalten sollen, und zwar noch vor den oben genannten Personengruppen.

Wann ist es an der Zeit für den Booster?

In Deutschland ist es seit Kurzem möglich, sich schon nach drei Monaten boostern zu lassen. Viele stellen sich aber die Frage, ob der Zeitraum vielleicht nicht zu kurz bemessen ist, immerhin galt lange eine ganz andere Zeitspanne als Empfehlung (sechs Monate nach der zweiten Impfung).

Mit seiner Aussage zu der Frage versucht Dr. Christoph Specht, alle Zweifel aus dem Weg zu räumen. Gegenüber dem Fernsehsender RTL sagt er:

Nein, nicht wirklich. Da passiert nichts. Nur die Sinnhaftigkeit sollte man im Hinterkopf haben. Ist man jung und gesund und will schon nach ein bis zwei Monaten die Booster-Impfung – das ist unsinnig. Nur weil man sich früh impfen lässt, hält der Schutz nicht zwangsläufig länger an.

Seine Empfehlung lautet deshalb: Am besten werden die sechs Monate Abstand eingehalten, zumindest grob. Wer zu lange wartet, riskiert nämlich, dass sich das Infektionsrisiko wieder erhöht:

Lässt man sich zum Beispiel erst nach einem Jahr boostern, dann ist das eindeutig zu spät. Als Allererstes geht dann der Schutz vor einer Infektion flöten. Danach der Schutz vor einer symptomatischen Erkrankung, gefolgt von einem mittleren Verlauf. Wartet man noch länger, hat man auch vor einem schweren Verlauf keinen Schutz mehr. Die schlimmsten Sachen werden am längsten verhindert.
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