Coronavirus: Schützt Omikron vor Delta?

Eine Studie aus Südafrika liefert interessante Ergebnisse und macht Hoffnung, dass die gefährliche Delta-Variante vielleicht bald eingedämmt werden könnte.

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Auch nach den Weihnachtsfeiertagen hält uns Omikron weiter auf Trab. Allein im Südwesten Deutschlands sind die Infektionen mit der neuen Variante laut dpa-Berichten um das Sechsfache gestiegen. Was im ersten Moment erschreckend klingen mag, könnte aber auch Vorteile mit sich bringen.

Risiko einer Delta-Infektion sinkt

Eine neue Studie aus Südafrika zeigt nämlich, dass eine Omikron-Infektion vor einer Ansteckung mit der als gefährlicher geltenden Delta-Variante schützen kann. Dafür haben sich die Wissenschaftler Daten von 33 Menschen Geimpften und Ungeimpften angesehen, die sich in Südafrika mit der neuen Variante infiziert haben.

Innerhalb von 14 Tagen ist die Neutralisierung von Omikron um das 14-Fache angestiegen, die von Delta um das 4,4-Fache. Vor allem bei Betroffene, die gegen das Coronavirus geimpft sind, sank das Risiko einer erneuten Infektion mit Delta.

Alex Sigal, Professor am Africa Health Research Institute in Südafrika, ist sich sicher, dass Delta so verdrängt werden könne. Dass diese Ergebnisse aus Südafrika kommen, hat fast schon etwas Symbolisches, denn dort und in Hongkong ist Omikron im November zum ersten Mal aufgetreten.

Omikron immer noch gefährlich

Seit seiner Entdeckung breitet sich die neue Variante auch im Rest der Welt immer weiter aus und gilt in vielen Regionen bereits als dominierend. Auch wenn sie helfen könnte, Delta einzudämmen, ist auch sie nicht ungefährlich, das darf bei den Studienergebnissen aus Südafrika nicht vergessen werden.

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