Corona-Mutation: So lange gibt es sie schon in Deutschland

Die neue Coronavirus-Mutation ist erstmals in Großbritannien nachgewiesen worden. Trotz aller Schutzmaßnahmen hat sie es aber auch schon zu uns geschafft. Überraschend ist vor allem, wie lange die neue Variante schon bei uns ist.

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Kaum gibt uns der nun in Umlauf gebrachte Impfstoff Hoffnung auf bessere Zeiten, da macht eine Mutation des Virus Schlagzeilen. Diese wurde erstmals in Südostengland entdeckt. Bereits vor der Weihnachtszeit rechnete man schon damit, dass diese bereits in Deutschland auf dem Vormarsch sei.

Schon länger als gedacht in Deutschland

Jetzt kommt heraus: Bereits im November gab es einen Fall. So konnte die neue Coronavirus-Variante B1.1.7 an der Medizinischen Hochschule Hannover nachgewiesen werden. Das teilt das Gesundheitsministerium am Montag mit. Der Patient sei mittlerweile verstorben.

Jedoch sei er bereits im hohen Alter gewesen und habe bereits unter Vorerkrankungen gelitten. Seine Tochter, bei der er sich vermutlich infiziert habe, sowie seine Frau seien mittlerweile wieder gesund. Die Tochter hatte sich im November in England aufgehalten und sich dort wohl auch angesteckt.

Muss uns die Corona-Mutation Angst machen?

Die neue Variante des Coronavirus sei ansteckender, so warnen Forscher. Ob sie auch gefährlicher ist, lasse sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Auch bei Kindern sei das Infektionsrisiko diesmal höher als zuvor. Virologe Drosten fasst gegenüber der BILD-Zeitung zusammen:

Aktuelle Daten erhärten den Verdacht, dass die in Großbritannien im September erstmals festgestellte Virusvariante stärker übertragbar ist (...). Daraus lassen sich allerdings keinerlei Schlüsse auf andere Effekte, allen voran die Krankheitsschwere und Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Impfstoffen ziehen.
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London zählt zum Risikogebiet der Stufe 4 Max van den Oetelaar @ Unsplash

Coronavirus-Mutation sorgt für Chaos an Flughäfen

An deutschen Flughäfen herrscht wegen der neuen Coronavirus-Variante Chaos. Am 20. Dezember wird 63 Fluggästen aus Großbritannien die Einreise nach Deutschland zunächst verweigert. Erst nachdem die Passagiere getestet werden, dürfen sie schließlich einreisen.

Auch in anderen europäischen Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden ist die Mutation bereits nachgewiesen worden. Staatssekretär Heiger Scholz, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, ermahnt uns in der BILD dazu, weiterhin dringend die geltenden Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen einzuhalten:

Das Auftreten der Virus-Variante ist für uns alle ein weiterer Anlass, uns ganz besonders streng an die geltenden Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen zu halten. So lange wir dies tun, nehmen wir jeder Variante des Virus die Chance sich zu verbreiten.
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