Corona: Chinesische Virologin ist sich sicher, das Virus wurde im Labor hergestellt

In der britischen Sendung Loose Women erklärt die chinesische Wissenschaftlerin Li-Meng Yan, dass das Coronavirus "vom Menschen gemacht ist". Eine Aussage, die für Unruhe sorgt, aufgrund Yans Nähe zu Donald Trump jedoch mit Vorsicht zu genießen ist.

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Wurde das neue Coronavirus von Wissenschaftlern in einem Labor in Wuhan "hergestellt"? Darauf zumindest besteht die ehemalige Virologin von der Hong Kong School of Public Health (HKU), Li-Meng Yan. In der britischen Sendung Loose Women erklärt die Wissenschaftlerin Anfang September, "Beweise" zu haben, die bestätigen, dass "das Virus keinen natürlich Ursprung habe", sondern tatsächlich vom Menschen hergestellt worden sei. Sie geht davon aus, dass die These zum Ursprung auf einem Fischmarkt in Wuhan nur ein Vertuschungsversuch ist.

Belastende Beweise gegen China

Die Wissenschaftlerin berichtet, seit Ende vergangenen Jahres an Covid-19 geforscht zu haben. Als die Fallzahlen immer weiter zunehmen, rät ihr Vorgesetzter "Stillschweigen zu wahren und vorsichtig zu sein". Er soll sogar vorhergesagt haben: "Wir werden Probleme bekommen und verschwinden".

Li Meng-Yan erklärt, China im April verlassen zu haben und angesichts des wachsenden Drucks der lokalen Behörden in die USA geflüchtet zu sein:

Ich konnte die Beweise im Januar nicht veröffentlichen, ohne mich in Gefahr zu bringen, doch jetzt arbeite ich mit einer Gruppe von Wissenschaftlern in den USA und wir werden in Kürze alle wissenschaftlichen Beweise bezüglich des menschlichen Ursprungs veröffentlichen.

Wenige Tage später wird der angekündigte Bericht dann auf dem Online-Portal Zenodo hochgeladen. Viele Wissenschaftler beurteilen diesen jedoch als unglaubwürdig, da er weder von Experten geprüft noch bestätigt wurde.

Verbindungen zu Donald Trump

Auch wenn die Hypothesen der Wissenschaftlerin bisher nicht geprüft werden können, sorgt allein schon Yans Verbindung zu Donald Trump und insbesondere Steve Bannon für Bedenken an der Richtigkeit ihrer Aussagen. Der amerikanische Wissenschaftler Kevin Bird ist der erste, der auf die fragwürdige Verbindung zwischen Wissenschaft und Politik hinweist und dahinter einen Komplott vermutet.

In einer Reihe von Tweets weist er daraufhin, dass der von Li-Meng Yan herausgebrachte Bericht auf eine von Steve Bannon gegründete Organisation zurückgeht. Bannon war ursprünglich als Berater von Donald Trump tätig und wurde kürzlich wegen Betrugs verurteilt. Eine Vermischung von Bereichen, die durchaus Grund bieten, die Bekanntmachungen der Wissenschaftlerin mit Vorsicht zu betrachten.