Urkomisch: Elefanten schlafen sturzbetrunken auf einem Teefeld ein
Urkomisch: Elefanten schlafen sturzbetrunken auf einem Teefeld ein
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Urkomisch: Elefanten schlafen sturzbetrunken auf einem Teefeld ein

Ihr könnt euch die Überraschung der Bewohner des chinesischen Dorfes Manmai vorstellen, als sie am 11. März entdecken, dass ihre Maisweinreserven leer sind. Die Schuldigen sind aber keine Diebe, sondern hungrige - und betrunkene - Elefanten!

In den Zeiten der Pandemie pocht die Natur vielerorts wieder auf ihre Rechte. Wilde Tiere nutzen die Ausgangssperren der Menschen, um sich ungestört an diesem neuen Freiraum zu erfreuen.

14 verkaterte Elefanten

Dazu kommt es auch im chinesischen Dorf Manmai im Landkreis Menghai, im Süden der Provinz Yunnan: Dort beschließen 14 asiatische Elefanten, die leeren Felder zu inspizieren ... was für die Tiere mit einem gewaltigen Kater endet.

Die Elefanten stoßen nämlich auf der Suche nach Nahrung auf eine Maisweinreserve und gönnen sich diese kurzerhand. Insgesamt trinken die Dickhäuter 30 Liter von dem Alkohol. Betrunken begeben sie sich im benachbarten Teefeld zur Ruhe. Mit einem glücklichen Gesichtsausdruck legen sie sich schlafen, wie man auf den am 18. März auf der Facebook-Seite Epicalyptic veröffentlichten Bildern sehen kann.

While humans carry out social distancing, a group of 14 elephants broke into a village in Yunan province, looking for...

Posted by Epicalyptic on Wednesday, March 18, 2020
Während bei den Menschen derzeit allerorts Social Distancing betrieben wird, fällt eine Herde von 14 Elefanten in ein Dorf in der Provinz Yunnan ein, um nach Mais und anderer Nahrung zu suchen. Sie trinken insgesamt 30 kg Maiswein und sind davon so betrunken, dass sie in einem Teefeld in der Nähe einschlafen.😂❤️

Beschädigte Dächer, Türen und Fenster

Li Ba, ein Bewohner von Manmai bestätigt im Gespräch mit der chinesischen Presseagentur Xinhua, dass sich die Tiere an seinen Alkoholreserven bereichern:

Die Elefanten haben einen Behälter mit Spirituosen, die ich hergestellt hatte, umgeworfen, es ist aber schwer zu sagen, ob und wie viel sie davon getrunken haben.

Dass die Tiere manchmal sehr dickköpfig sein können, erkennt man nicht an daran, wie dieser Elefant den Bahnübergang überquert. Laut der Presseagentur werden sie am 9. März in der Nähe des Dorfes gesichtet. Zwei Tage später trauen sie sich aus dem Wald heraus, um nach Nahrung zu suchen. Um etwaigen Zwischenfällen vorzubeugen, verfolgen die chinesischen Behörden die Bewegungen der Dickhäuter mit Drohnen.

Auf ihrem Weg hinterlassen die Elefanten allerlei Schäden, wie auf diesen Bildern der chinesischen Tageszeitung Pengwai Xinwen (The Paper) zu sehen ist:

Nur noch 250 asiatische Elefanten in China

Auch wenn uns dieser Zwischenfall amüsant erscheint, ruft er uns doch eine traurige Realität in Erinnerung: Im ganzen Land gibt es nur noch etwa 250 Exemplare dieser asiatischen Elefanten. Parveen Kaswan, ein Ingenieur beim Indian Forest Service (IFS), erklärt auf Twitter die Lage: "Es gab eine Zeit, in der Elefanten in allen Regionen Chinas vertreten waren. Wie Thomas Trauttman sagt, führte der Mensch einen 3.000-jährigen Krieg und die Elefanten haben verloren. Nun sind sie auf lokaler Ebene vom Aussterben bedroht", warnt er.

Von Thomas Schmitt

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