Unappetitlich: Das ist im Inneren vieler Feigen versteckt, ohne dass wir es sehen!

Unappetitlich: Das ist im Inneren vieler Feigen versteckt, ohne dass wir es sehen!

Auch wenn die Feige oft als Frucht bezeichnet wird, so ist sie tatsächlich eine Art umgekehrte Blume! Aber dies ist nicht das einzige verkannte Geheimnis, das diese Pflanze birgt.

Alles hängt mit dem einzigartigen Bestäubungsprozess der Feige zusammen. Dieser ist nämlich komplexer als bei anderen Früchten, denn er läuft ähnlich wie die Bestäubung einer Blume ab.

Komplexer Bestäubungsprozess

Doch diese Bestäubung läuft überraschend ab, denn bei diesem Prozess lassen Wespen oftmals ihr Leben. Ohne das Insekt kann die Feige nämlich gar nicht reifen.

Die Feigen, die wir essen, sind die sogenannten Echten Feigen und bestehen aus weiblichen Blüten. Diese benötigen jedoch zur Vermehrung die Pollen einer Feigenart, die für den Menschen ungenießbar ist: Die Bocksfeige. Diese Art hat männliche und weibliche Blüten.

In die männlichen Blüten legen Wespen ihre Eier ab, die schlüpfen und zu "Feigenwespen" heranwachsen. Diese bestäuben mit dem Blütenstaub der anderen Feige, die weiblichen "echten Feigen".

Annette Schleich / PixabayDie Feige als Fleischfresser: Sie verschlingt ihre Bestäuber.

Wespen lassen ihr Leben für die Feigen

Doch indem sie durch die enge Öffnung der Feigenblüte dringen, verlieren sie ihre Flügel. Die Bestäubung findet somit statt, aber die Wespe muss ihr Leben lassen.

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Infolge wird die Wespe vollends in der Feige zersetzt. Im engsten Sinne kann man also nicht sagen, dass man mit der Feige eine Wespe verspeist. Doch im Grunde lässt das Insekt sein Leben für die Feige.

Das bedeutet, dass wir mit jeder Feige mindestens eine tote Wespe essen. Aus diesem Grund verzichten manche Vegetarier lieber auf Feigen und greifen zu anderem Obst. Auch wenn sich durch die Zersetzung nicht mehr wirklich ein Tier in der Frucht befindet, ist doch die Vorstellung alleine nicht sehr appetitanregend. Vielleicht probierst du lieber doch eine der 90 exotischen Früchte, die man probiert haben muss, bevor man stirbt.

Maximilian Vogel
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