Diese Bienen-Art kann sich selbst Klonen und wird damit zur Gefahr für uns alle

Die Kapbienen aus Südafrika haben eine Superkraft entwickelt: Sie können sich ganz ohne Königin vermehren. Ihre Fähigkeit, zu Klonen könnte jedoch das Ende aller anderen Arten bedeuten - sogar die ihrer eigenen.

Das hat die Wissenschaft noch nicht gesehen: Selbst die Menschheit hat diesen Schritt noch nicht gewagt. 1990 gelingt es einer Biene erstmals, sich selbst zu klonen.

Das Problem: Millionen von Klonen später haben wir es mit einer Armee zu tun, die droht, alle anderen Arten auszulöschen, so steht es in der Fachzeitschrift Live Science vom 25. Juni.

Eine neue Studie, die sich mit dieser Unterart der südafrikanischen Biene beschäftigt, stellt die besorgniserregende These auf, dass dieses außergewöhnliche Phänomen zum Aussterben der Bienen beitragen könnte.

Ein Parasit für alle anderen Arten

Davon kann die Ostafrikanische Hochlandbiene ein Liedchen singen. Denn die Apis mellifera scutellata, wie ihr wissenschaftlicher Name lautet, stirbt mit einer rasanten Geschwindigkeit aus.

Schuld ist die südafrikanische Kapbiene, die sich unbegrenzt Klonen kann. Studien zufolge kann eine einzige Biene in nur 30 Jahren Millionen von Klonen zeugen.

Die Kapbienen dringen in die Gebiete ihrer Rivalen, der Hochlandbienen, ein und vermehren sich dort, ohne auch nur eine Königin zu benötigen. Darin unterscheiden sie sich von anderen Bienenarten.

Mit dieser Supermacht im Schlepptau stürmen die Kapbienen nicht nur die Stöcke der anderen Bienen, sie müssen auch nicht arbeiten und können sich in aller Seelenruhe an der Produktion ihrer Artgenossen sattfressen.

"Das ist unglaublich und gleichzeitig unglaublich dysfunktional", erklärt Benjamin Oldroyd, Hauptautor der Studie und Professor für Verhaltensgenetik an der Universität von Sydney.

Eine Supermacht wird zur Bedrohung

Natürlich sind die Bienen nicht die einzigen sozialen Insekten, die sich asexuell vermehren. Mithilfe nicht befruchteter Eier produzieren sie eine weibliche Nachkommenschaft.

Dafür verwenden sie zwei von vier Chromosomen, die sie von ihren Eltern geerbt haben. Die Chromosome, verändern sich während des Prozesses. So wird eine Generation von Bienen mit anderen Genen zeugt.

Doch jedes Mal, wenn sich eine Arbeiterin ohne Königin fortpflanzt, verliert die Spezies ein Drittel ihres Erbguts. Anders gesagt, die Königin ist nicht nur da, um das Bienenvolk anzuführen, sie garantiert auch die genetische Diversität des Schwarms und somit der Art.

Der Kapbiene ist es jedoch gelungen, sich ohne jegliche genetische Transformation zu vermehren. Eine Art Supermacht, mit der dieses soziale Insekt nicht nur das Aussterben anderer Arten, sondern auch der eigenen verursachen könnte.

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