Hai verschluckt seine Beute, kurz darauf liegt er röchelnd am Strand
Hai verschluckt seine Beute, kurz darauf liegt er röchelnd am Strand
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Hai verschluckt seine Beute, kurz darauf liegt er röchelnd am Strand

Haie sind beeindruckende Wesen. Doch manchmal werden sie Opfer ihres eigenen Appetits. Das haben Experten festgestellt, nachdem sie am Strand der Malediven im indischen Ozean eine überraschende Entdeckung gemacht haben.

Sie wurden zur Verstärkung gerufen, nachdem Gärtner eines Touristenorts in Baa auf einen gestrandeten Hai gestoßen waren. Das Tier lebte noch, doch bis die Experten kamen, war es tot.

Eine schnelle Untersuchung reichte, um festzustellen, dass es sich um einen Zitronenhai handelte. Die Todesursache wurde ebenfalls festgestellt: Das rund einen Meter große Raubtier hatte einen Igelfisch im Mund, der dort feststeckte.

Schlecht gewählte Beute

Zitronenhaie schwimmen oft durch diese Gegend, wo es auch viele Igelfische gibt. Dennoch hat Lauren Arthur, Meeresbiologin und vor Ort, noch nie zuvor einer solchen Szene beigewohnt, wie sie LiveScience erklärte.

Das Problem: Der Igelfisch ist nur schwer zu sehen. Diese Tiere blasen sich auf, sobald sie sich bedroht fühlen und vergrößern ihre Körpergröße drastisch. Mit den Stacheln am Körper sind sie nicht leicht zu schlucken.

Laut der Biologin ist vermutlich Folgendes passiert: Der Hai wollte den Fisch schlucken, der sich schnell aufblies und wegen der Stacheln in Hals und Maul des Raubtiers stecken blieb.

Von seiner Beute zum Ersticken gebracht

Haie können normalerweise brechen und ihre Beute, falls nötig, wieder herauspressen. Doch dieses Tier hat das anscheinend nicht geschafft. Womöglich haben sich durch die Würgreflexe die Stacheln noch stärker ins Fleisch des Hais geschnitten.

Der Igelfisch hat sich erst aufgeblasen und dann den Wasserfluss im Maul blockiert, so dass der Hai erstickte. Leider hat Lauren Arthur nicht mehr über den unglücklichen Hai erfahren können. Und auch nicht über den Igelfisch. Deshalb wurden beide auf der Insel begraben.

Von Sarah Kirsch

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