Ermittelnde sicher: Sie haben das Rätsel um den Zodiac-Killer gelüftet

Ende der 60er Jahre versetzt der Zodiac-Killer die Bewohner der San Francisco Bay Area in Angst und Schrecken. Der Täter wird nie gefunden; jetzt scheint das Rätsel um seine Identität gelöst.

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Zwischen 1968 und 1969 wütet ein Serienmörder durch Nordkalifornien. Der Mann bringt in dem Zeitraum mehrere Menschen um, schafft es aber jedes Mal, den Ermittelnden zu entwischen. Viele Jahrzehnte später scheint ihm nun ein Team aus ehemaligen Beamt:innen und Staatsanwält:innen auf die Schliche gekommen zu sein.

Ein ehemaliger Soldat wird beschuldigt

Seit Jahrzehnten versuchen sowohl ehemalige FBI-Agent:innen als auch Hobby-Detektiv:innen herauszufinden, wer damals bevorzugt jungen Paaren auflauert, um diese grausam zu ermorden und danach auch noch verschlüsselte Briefe an die Presse schickt, in denen er mit seinen Taten prahlt.

Wie es aussieht, sind die jahrelangen Mühen nicht umsonst gewesen, denn jetzt scheint klar zu sein: Ex-Soldat Gary Francis Poste soll für die Morde verantwortlich sein.

Unverkennbare Narben

Postes alte Dunkelkammer wurde auf den Kopf gestellt, um Beweise zu finden und tatsächlich scheinen alte Fotos ihn nun zu überführen. Auf einem der Bilder ist eine charakteristische Narbe auf Postes Stirn zu erkennen. Diese findet sich auch auf den Phantombildern des Serienmörders wieder.

Des Weiteren will das 40-köpfige Team den Namen des Täters in den verschlüsselten Schreiben entdeckt haben. Bei einen Vergleich der alten Botschaften sollen die hartnäckigen Ermittelnden in Anagrammen auf Poste gestoßen sein. Für Thomas Colbert, Gründer von The Case Breakers, ist die Beweislage erdrückend: "Ich bin absolut sicher, dass wir den Fall gelöst haben."

So ganz ohne Hilfe scheint das Team dann aber doch nicht auf den vermeintlichen Durchbruch geschafft zu haben. Ein Informant, der sich angeblich jahrzehntelang in den Bergen herumgetrieben hat und den der Zodiac angeblich "zu einer Tötungsmaschine gemacht hat", scheint nach all den Jahren sein Schweigen zu brechen.

Drei Jahre zu spät

Obwohl sich die Gruppe sicher ist, den richtigen Mann gefunden zu haben, sehen das FBI und das San Francisco Police Department die Sache ein wenig anders. Anagramme, also das Zusammensetzen eines neuen Wortes durch die reine Veränderung von Buchstabenfolgen, würden einfach viel zu viel Platz zur freien Interpretation liefern.

Wie es aussieht, wird der Fall noch nicht zu den Akten gelegt. Dem vermeintlichen Täter dürfte das allerdings auch egal sein. Dieser ist nämlich bereits vor drei Jahren verstorben.