Bald könnte ein simpler Bluttest reichen, um eine Depressionen zu diagnostizieren

Neben Rückenproblemen und Burn-out sind Depressionen die Volkskrankheit schlechthin. In Deutschland bekommen laut der "Deutschen Depressionshilfe" rund 5,9 Millionen Erwachsene die Diagnose - doch das Erkennen von Depressionen dauert oft Wochen, sogar Monate! Das soll sich jetzt ändern.

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Eine Depression ist nicht immer frühzeitig zu erkennen, oftmals braucht die Diagnose mehrere Wochen oder wird gar nicht erst gestellt - weil zum Beispiel vor allem Männer gar nicht erst zum Arzt gehen. Von klein auf lernen sie, die eigenen Gefühle zu unterdrücken, weil sie in unserer patriarchalen Gesellschaft keine Schwäche zeigen dürfen,

Depressionen mit simplen Bluttest diagnostizieren?

Da hilft dann auch kein Sport! Doch neue Forschungsergebnisse aus Deutschland geben Hoffnung, dass Depressionen in Zukunft viel leichter zu diagnostizieren sein werden.

Wie bild.de berichtet, hat die Wissenschaftlerin Prof. Helena Zacharias von der Universität Köln einen möglichen Biomarker für Depressionen identifiziert. Damit könnte es in Zukunft möglich werden, Depressionen mit einem einfachen Bluttest zu erkennen.

Neuer Ansatz bei Depressionen

Ein Biomarker ist ein messbarer Parameter von biologischen Prozessen in unserem Körper und kann angeben, ob eine Krankheit existiert. Um solch einen Marker für Depressionen finden zu können, ist das Team rund um Prof. Zacharias davon ausgegangen, dass der ganze Körper bei einer Depression leidet - und das, obwohl Depressionen bisher als psychische Krankheit eingestuft werden.

Dementsprechend untersuchten die Forscherinnen und Forscher den Metabolom, über den Prof. Zacharias in dem Fachmagazin Molecular Psychatry sagt:

Es ist quasi der metabolische Fingerab­druck des körperlichen Zustands und bietet neue Einblicke in Krankheitsmechanismen oder den weite­ren Krankheitsverlauf.

Ein diagnostischer Marker für Depressionen

Der Metabolom umfasst alle charakteristischen Stoffwechsel-Eigenschaften in einer Zelle. Bei dieser Vorgehensweise der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen konnte ein deutlicher Unterschied zwischen Menschen mit und Menschen ohne Depression festgestellt werden.

Personen, die eine Depression haben, hatten einen niedrigeren Laurylcarnitin-Spiegel als jene, die nicht an der Erkrankung litten. Dank dieser Ergebnisse könne ein diagnostischer Marker für Depressionen entwickelt werden.

Was dieser neue Ansatz für Vorteile mit sich bringt, erläutern wir dir im Video.