Teilweise Exklusion von Ungeimpften: Für den Staat günstiger, als erneuter Lockdown

Eine Studie zeigt auf, wie viel es den deutschen Staat kosten würde, einen weiteren Lockdown zu verhängen. Den Analysen zufolge sei es günstiger, Ungeimpfte von manchen Dingen auszuschließen.

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Wie das Handelsblatt berichtet, hat das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) eine Studie veröffentlicht, die die Möglichkeit eines weiteren Lockdowns gegen den teilweisen Ausschluss von ungeimpften Deutschen abwiegt.

Ein Unterschied von mehreren Milliarden

Das Ergebnis der Studie ist unmissverständlich. Für die Wirtschaft wäre ein erneuter Lockdown gar kein gutes Omen, denn er würde den Staat mehrere Milliarden Euro kosten.

Das wäre allerdings nicht der einzige Schaden, denn die Lockdowns gehen auch auf die Gesundheit. So haben mehr junge Leute in den letzten anderthalb Jahren angefangen zu rauchen.

Doch einen solch starken finanziellen Verlust könnte man verhindern - Allerdings auf Kosten derjenigen Deutschen, die sich bis jetzt noch immer nicht haben impfen lassen.

Sparen wäre möglich

Ein vollständiger Lockdown würde einen wirtschaftlichen Schaden von 52 Milliarden Euro mit sich bringen. Vor allem kontaktintensive Dienstleistungsanbieter wären davon betroffen.

Die Studienleitenden untersuchen die Auswirkungen verschiedener Teilschließungen auf die Wirtschaft - beispielsweise im Tourismus- oder Gastronomiebereich, aber auch in Kunst und Kultur.

Das Szenario, das keine Schließungen mit einbezieht und Bürgerinnen die Nachfrage nach Konzerten und Reisen erhöhen, würde bei Einhaltung des aktuellen Impftempos 13 Milliarden Euro weniger kosten.

Exklusion versus Lockdown

Für Ungeimpfte wird es in Deutschland immer ungemütlicher. Auch weil Expertinnen und Experten sie als "Variantenfabriken" bezeichnen und den Ausschluss aus der Gesellschaft damit erleichtern.

Wenn auch noch im Juli die klare Aussage von der Regierungsspitze kam, dass es weder einen Lockdown, noch eine Impfpflicht geben wird, wird die Tendenz zur Impfpflicht immer stärker.

Das Ergebnis der Studie zeigt ganz klar: Die teilweise Exklusion von ungeimpften Menschen würde in wirtschaftlicher Hinsicht für den Staat mehr Sinn machen als das Verhängen eines erneuten Lockdowns. Ifo-Präsident Clemens Fuest erklärt gegenüber dem Handelsblatt:

Eine klare Aussage der Politik für 2G etwa könnte jetzt Unsicherheit abbauen, wenn auch auf Kosten der nicht Geimpften.