Seltsame schwarze Partikel in Moderna-Impfstoff gefunden

Das japanische Impfprogramm hat einen Rückschlag erlitten, da mehr als eine Million Dosen des Moderna-Impfstoffes mit kleinen schwarzen Partikeln kontaminiert sind.

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Die Verabreichung von mehr als einer Million Dosen des Moderna-Impfstoffes ist letzte Woche in Okinawa ausgesetzt worden. Zuvor waren japanische Stellen vor einer Kontamination dieser Dosen gewarnt worden.

Diese Entscheidung folgt auf zwei Todesfälle in der Region, die nach der Impfung mit den betroffenen Dosen aufgetreten sind. Während der Zusammenhang noch genauer überprüft wird, werden auch aus anderen Landesteilen Kontaminationsfälle bekannt.

Eine kontaminierte Lieferung

Nach den neuesten Berichten ist eine weitere Lieferung aufgefallen, die mit seltsamen schwarzen Partikeln verunreinigt ist. Als ein:e Apotheker:in aus der Präfektur Kanagawa die Verschmutzung mit eigenen Augen festgestellt hat, ist der Impfskandal ins Rollen gekommen. Nach Angaben der BBC sind vor dem Stopp der Impfungen insgesamt 3.790 Menschen mit Dosen aus dieser Lieferung geimpft worden.

Der japanische Vertreiber Takeda Pharmaceutical hat die Impflieferung jetzt zur Überprüfung zurückgerufen. Letzte Woche sind insgesamt drei Lieferungen mit insgesamt 560.000 Dosen einbehalten worden. In keinem anderen Land ist es mit dem Moderna-Impfstoff zu ähnlichen Situationen gekommen.

Ein Herstellungsfehler

Am 1. September hat der Vertreiber dann eine Pressemitteilung zu den möglichen Ursachen herausgegeben. Nach einer Überprüfung des Abfüllungsverfahrens ist auf der Firmen-Website zu lesen, dass die schwarzen Partikel höchstwahrscheinlich auf einen Herstellungsfehler zurückgehen:

Die Partikelverunreinigung bei der Lieferung 3004667 ist sehr wahrscheinlich durch Abrieb verursacht worden. Zwei Metallteile am Produktionsband des Impfstoffs sind kurz zuvor falsch eingesetzt worden.