Covid-19: Warum die Delta-Variante zum Problem für eure Sneaker wird

Aufgrund der Schließungen der Fabriken im Vietnam und Bangladesch fürchtet die Textilindustrie einen Engpass bei der Lieferung von Turnschuhen.

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Offensichtlich hat das Coronavirus mittlerweile wirklich Einfluss auf alle Bereiche unseres Lebens. Infolge der wieder steigenden Fallzahlen in manchen Regionen der Welt, sind einige Wirtschaftssektoren in besonderem Maße betroffen.

Dies gilt vor allem für die Textilbranche, genauer gesagt, die Sneaker-Hersteller. Insbesondere in den USA könnte es demnach aufgrund der hohen Fallzahlen in vielen südostasiatischen Ländern zu einem Sneaker-Engpass kommen.

Keine Sneaker aufgrund von Corona

Im Vietnam und in Bangladesch, wo sich die Hauptfabriken von Nike, Adidas, Gap und Uniqlo befinden, mussten die Hersteller aufgrund der steigenden Fallzahlen schließen. Trinh Nguyen von der Investmentmanagement-Gesellschaft Natixis erklärt gegenüber dem Echos:

Der Vietnam ist mit 7,7 % des weltweiten Marktanteils einer der Hauptakteure in der Textil-, Bekleidungs- und Fußbekleidungsbranche. Die Schließungen der Fabriken werden daher weltweite Folgen haben.

Markenchefs fordern Impfstoff-Verteilung

Aus diesem Grund wenden sich die Marken nun an die zuständigen Behörden und verlangen sanitäre Hilfe für die Regionen, in denen die Impfkampagne bislang kaum vorankommt.

In einem Brief an Joe Biden schreibt der Vorstand von American Apparel und Footwear Association (AAFA), Steve Lamar:

Ich bitte Sie umgehend, überschüssige amerikanische Impfdosen in den Vietnam und andere der wichtigsten Partnerländer zu schicken.

In Bangladesch, wo es täglich 10.000 neue Fälle gibt, wurde Anfang August infolge des lobbyistischen Drucks eine Fabrik wieder geöffnet.