Radsportdirektor wird vom Olympischen Sportbund für rassistische Aussage sanktioniert

Radsportfunktionär Patrick Moster hat mit seiner rassistischen Aussage gegen die olympischen Werte verstoßen, das entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen ganzen Tag später. Jetzt folgt die Sanktion.

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Lange Zeit drohte den diesjährigen Olympischen Spielen die Absage wegen dem Coronavirus. Doch jetzt finden sie - unter strengsten Hygienemaßnahmen - doch statt! Von sich reden machen sie bisher vor allem durch gesellschaftspolitische Themen, wie der Tatsache, dass der erste homosexuelle Mann sich eine Goldmedaille geholt hat.

"Hol die Kameltreiber"

Weniger schön ist es, wenn rassistische Aussagen für Schlagzeilen sorgen, wie im Fall des 54-jährigen Radsportfunktionärs. Während des Zeitfahrens der Männer am Mittwoch hat er den Fahrer Nikias Arndt mit den Worten "Hol die Kameltreiber, hol die Kameltreiber, komm" angefeuert.

Mit den Kameltreibern bezog er sich dabei auf den Eritreer Amanuel Ghebreigzabhier und den Algerier Azzedine Lagab, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der Strecke unmittelbar vor dem deutschen Fahrer befinden.

Sanktion für Moster

Einen Tag später zieht der DOSB seine Konsequenzen und stellt klar, dass der Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) nach seiner rassistischen Aussage abreisen muss, wie t-online berichtet:

Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass seine öffentliche Entschuldigung für die gestern von ihm getätigte rassistische Äußerung aufrichtig ist. Mit dieser Entgleisung hat Herr Moster jedoch gegen die olympischen Werte verstoßen. Fairplay, Respekt und Toleranz sind für das Team D nicht verhandelbar.

Wie die Athleten selbst auf den geäußerten Rassismus regieren, erfahrt ihr im Video!