Was macht Nikotinentzug mit unserem Körper?
Was macht Nikotinentzug mit unserem Körper?

Was macht Nikotinentzug mit unserem Körper?

Ein wesentlicher Grund dafür, dass viele Menschen eben nicht auf Anhieb von der Zigarette loskommen, hat mit den Wirkungen von Nikotin auf unseren Körper zu tun. Ein sogenannter Nikotinentzug, der wesentliche Kern beim Aufhören, führt in den ersten Tagen und Wochen zu verschiedenen Entzugserscheinungen. Das kann für den Einzelnen schon mal mit starken körperlichen Beschwerden zusammenhängen, die unseren Willen brechen und das ganze Vorhaben scheitern lassen. Am besten ist es daher, du weißt mehr über die Wirkung von Nikotin und kannst dich auf die Entwöhnungsphasen einstellen, die beim Nikotinentzug auftreten.

Eins vorweg: Die meisten spüren den Nikotinentzug vor allem die ersten ein bis zwei Wochen. Das ist die akute Phase - eine von vielen Entwöhnungsphasen beim Rauchen - die du überstehen musst. Danach stehen die Chancen, langfristig rauchfrei zu bleiben, deutlich höher. Wir geben dir in den nächsten Absätzen weitere Informationen dazu, damit du die typischen Symptome eines Nikotinentzugs besser deuten kannst.

Klassische Symptome beim Nikotinentzug: Erhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Co.

Dass der Nikotinentzug mit starken körperlichen Entzugserscheinungen verbunden ist, hängt mit der Abhängigkeit und dem Suchtverhalten zusammen. Viele ehemalige Raucher berichten von Schlafstörungen, was einige Zeit anhält und infolge des Schlafmangels natürlich reizbar macht. Starke, teils plötzliche Stimmungsschwankungen sind die Folge - je früher du damit beginnst, Alternativen für jede Zigarettenpause zu nutzen, desto besser kannst du damit umgehen.

Sport ist ein sehr erfolgreiches Mittel, um sich abzureagieren und den Kopf freizubekommen. Aggressionen sind nicht selten, sodass es sinnvoll ist, für die ersten Tage möglichst auf engen Kontakt mit anderen zu verzichten. Auch Konzentrationsschwierigkeiten sind häufig: Der Körper verlangt seinen "Stoff". Wenn es gar nicht anders geht, helfen Nikotinersatzpräparate - diese verlängern aber die Abhängigkeit und nehmen viel von der persönlichen Willenskraft, die so wichtig ist.

Nikotinentzug: Das Schlimmste ist nach drei bis vier Tagen überstanden

Auch wenn du schon gar nicht mehr aktiv rauchst, verfügt der Körper noch über Nikotinreste, die erst abgebaut werden müssen. Dafür braucht dein Körper im Rahmen des Nikotinentzugs etwa 48 Stunden - danach ist das Nervengift nicht mehr nachweisbar.

Körperlich bist du nach etwa vier Tagen aus dem Gröbsten raus, doch dann kommen die psychischen Komponenten, die so bedeutsam sind bei Abhängigkeiten. Die eigentliche Aufgabe beginnt jetzt, denn auch wenn der Körper nicht mehr akut danach schreit, wird dein Gehirn dich ständig dazu verleiten wollen, die nächste Zigarette zu rauchen. Dass dann tatsächlich zur Fluppe gegriffen wird, hat viel mit Gewöhnungseffekten und Angewohnheiten zu tun, aber auch mit der Hoffnung, körperliche Folgen des Nikotinentzugs dadurch abzumildern oder gänzlich verschwinden zu lassen.

Praktische Tipps für einen erfolgreichen Nikotinentzug

- Versuch den Nikotinentzug in einer Phase, wo du wenige berufliche oder private Verpflichtungen hast, die den Stress zusätzlich erhöhen könnten.

- Trink viel Mineralwasser, was gegen Kopfweh, Müdigkeit und andere Dinge hilft.

- Ersetz jede einzelne Zigarette mit einem normalen Kaugummi oder etwas anderem, um dich abzulenken und weniger an das Rauchen denken zu müssen.

- Lass dich durch andere kontrollieren und motivieren, die selbst schon eine erfolgreiche Nikotinentwöhnung hinter sich gebracht haben.

- Mit jedem Tag wird es einfacher, das Ganze wirklich durchzuhalten - je mehr Tage vergehen, desto höher deine Motivation.

Wir haben auch noch ein paar mehr Tipps zu Hand, die dir dabei helfen werden, Nichtraucher zu werden. Eins sei aber jetzt schon gesagt: Willenskraft ist ein wichtiger Faktor und Wundermittel könnt ihr leider nicht erwarten. Euer Ziel ist aber absolut machbar, nur Mut!

Von Simone Haug

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