Killerwespe ist mit Säge bewaffnet und absolut gnadenlos mit ihren Opfern

Killerwespe ist mit Säge bewaffnet und absolut gnadenlos mit ihren Opfern

Eine neue Wespenart wurde entdeckt und sie könnte euch in euren Alpträumen verfolgen: Sie ist nur ein paar Millimeter groß, doch sie trägt eine Säge auf dem Rücken.

Offiziell heißt sie Dendrocerus scutellaris. 1985 hatten Forscher sie entdeckt, seitdem hat das kleine Tier ihr Interesse auf sich gezogen. Bis heute hat man sie nie in der Natur gesehen: Die Wespe wurde in einer Schublade des Museums für Naturgeschichte in London gefunden. Das Tier weist eine Besonderheit auf, die die Forscher beschäftigt: Auf dem Rücken trägt die Wespe eine Säge.

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Das Insekt ist kaum drei Millimeter groß. Es ist ein sogenannter Endoparasit. Das heißt, dass das Tier seine Eier im Körper eines Wirts ablegt. Wenn die Eier schlüpfen, bahnen sich die jungen Wespen einen Weg aus dem Körper des Wirts – indem sie ihn auffressen.

Im Falle dieser kleinen Wespe glauben die Forscher, dass die Säge auf dem Rücken für genau solche Fälle da ist. Denn der Kiefer der Tiere ist nicht stark genug, um sich durch den Wirt zu kämpfen. Ohne das Werkzeug auf dem Rücken wäre das Überleben wohl kaum möglich.

„Ihr Lebensstil mag barbarisch wirken, doch die parasitäre Wespe ist ungefährlich für den Menschen. Sie kann sogar nützlich sein,“ erklären die Forscher. „Denn je nachdem, welchen Wirt sie haben, kann die Wespen einen positiven Effekt auf die Landwirtschaft haben, da sie Ungeziefer wie Blattläuse auffressen.“ Die Studie der Forscher ist im Biodiversity Data Journal erschienen.

• Fred Eilig
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