Verfahren gegen Gérard Depardieu: Das offenbaren die Überwachungskameras in seinem Haus

Kürzlich wird bekannt, dass gegen Gérard Depardieu ein Verfahren wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung läuft. Nun wurden die Aufzeichnungen der Überwachungskameras aus seinem Haus ausgewertet.

Seit Dezember vergangenen Jahres läuft gegen den französischen Schauspieler Gérard Depardieu ein Verfahren wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung. Er wird angeklagt von einer jungen Schauspielerin, die anonym bleiben möchte, wie die französische Presseagentur AFP Ende Februar bekannt gibt.

Kameraaufzeichnungen ausgewertet

Dabei liegen die Taten, derer Depardieu beschuldigt wird, schon eine ganze Weile zurück. Die Übergriffe sollen sich bereits zwischen dem 07. und 13. August 2018 im Pariser Domizil des Schauspielers zugetragen haben.

Auch wenn Depardieu die Vorwürfe bislang abstreitet, wurden jetzt im Rahmen der Ermittlungen die Aufzeichnungen der Überwachungskameras in seinem Haus von der Polizei ausgewertet.

Penetration begann bereits im Wohnzimmer

Der Klägerin zufolge haben sich die Vorfälle im Wohn- und Schlafzimmer von Gérard Depardieu zugetragen. Allerdings gibt es nur Aufzeichnungen aus dem Wohnzimmer, da es im Schlafzimmer keine Kamera gibt, wie die Pariser Kriminalpolizei berichtet:

Man sieht darauf, wie die beiden Schauspieler erstmals aufeinandertreffen und sich unterhalten, dann penetriert der berühmte Schauspieler die Schauspielerin mit den Fingern, bevor sie nacheinander nach oben gehen, wo es keine Kameras gibt.

Das französische Magazin Le Parisien berichtet außerdem von "verstörenden Nachrichtenverläufen" der beiden Schauspieler, in denen Gérard Depardieu die junge Frau mit der Sängerin Barbara vergleicht, die von ihrem Vater sexuell misshandelt wurde.

Gérard Depardieu streitet Vorwürfe ab

Gegenüber der französischen Tageszeitung Quotidien erklärt Hervé Temime, der Anwalt des Schauspielers, dass dieser "die Vorwürfe gegen ihn abstreite". Der Jurist ist untröstlich darüber, dass der Fall an die Öffentlichkeit gebracht wurde:

Ich bedauere, dass [die Affäre] mediatisiert wurde, wieder einmal wird die Unschuldsvermutung verletzt.

Die Anwältin der Klägerin bittet ihrerseits darum, die Privatsphäre und das Privatleben ihrer Klientin zu respektieren.

Das Untergeschoss dieses Hauses ist einmalig Das Untergeschoss dieses Hauses ist einmalig