Streiken trotz Corona: Infektion kann Greta Thunberg nicht stoppen
Streiken trotz Corona: Infektion kann Greta Thunberg nicht stoppen
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Streiken trotz Corona: Infektion kann Greta Thunberg nicht stoppen

Das Coronavirus wütet weiter. Nach einer Reise durch Mitteleuropa muss sich Greta Thunberg in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Doch ihrer Klimabewegung soll das nicht schaden. Jetzt ruft die Schwedin dazu auf, die Streiks online weiterzuführen.

Das Coronavirus macht vor nichts und niemandem Halt. Das bekommt auch Klimaaktivistin Greta Thunberg zu spüren. Sie ist sich sicher, mit der neuartigen Lungenkrankheit infiziert gewesen zu sein. Auf ihrem Instgram-Account postet sie ein Bild und schildert, wie die vergangenen Wochen für sie verliefen.

Greta in Quarantäne

Die junge Schwedin ist viel unterwegs, um Klimastreiks auf der ganzen Welt beizuwohnen. Was so schon eine enorme Belastung für sie darstellen dürfte, wurde ihr jetzt anscheinend zum Verhängnis. Nach ihrer Rückkehr von einer Zugreise durch Mitteleuropa, zusammen mit ihrem Vater Svante Thunberg, begab sich Greta für zwei Wochen in Quarantäne.

Greta Thunberg begab sich nach einer Reise in Quarantäne. Leon Neal / Staff / Getty Images

Mittlerweile weiß man bereits, dass Kinder bei einer Corona-Infektion gar keine oder nur milde Symptome aufweisen. Das kann die 17-Jährige bestätigen, auf Instagram schreibt sie:

Vor rund zehn Tagen fing ich an, ein paar Symptome zu haben, genau wie mein Vater, der mit mir aus Brüssel anreiste. Ich fühlte mich müde, hatte Schüttelfrost, Halsschmerzen und Husten. Mein Vater hatte die gleichen Symptome, aber viel intensiver und mit Fieber.

Zwar konnte sie bis jetzt keinen offiziellen Test machen, da diese in Schweden nur durchgeführt werden, wenn eine ärztliche Behandlung nötig ist. Doch angesichts der gleichzeitig auftretenden Symptome bei ihrem Vater ist sie überzeugt, selbst infiziert gewesen zu sein: "Hätte nicht eine andere Person den Virus zur gleichen Zeit gehabt, dann hätte ich gar keinen Verdacht geschöpft. Dann hätte ich nur gedacht, dass ich ungewöhnlich müde bin und ein wenig huste."

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The last two weeks I’ve stayed inside. When I returned from my trip around Central Europe I isolated myself (in a borrowed apartment away from my mother and sister) since the number of cases of COVID-19 (in Germany for instance) were similar to Italy in the beginning. Around ten days ago I started feeling some symptoms, exactly the same time as my father - who traveled with me from Brussels. I was feeling tired, had shivers, a sore throat and coughed. My dad experienced the same symptoms, but much more intense and with a fever. In Sweden you can not test yourself for COVID-19 unless you’re in need of emergent medical treatment. Everyone feeling ill are told to stay at home and isolate themselves. I have therefore not been tested for COVID-19, but it’s extremely likely that I’ve had it, given the combined symptoms and circumstances. Now I’ve basically recovered, but - AND THIS IS THE BOTTOM LINE: I almost didn’t feel ill. My last cold was much worse than this! Had it not been for someone else having the virus simultainously I might not even have suspected anything. Then I would just have thought I was feeling unusually tired with a bit of a cough. And this it what makes it so much more dangerous. Many (especially young people) might not notice any symptoms at all, or very mild symptoms. Then they don’t know they have the virus and can pass it on to people in risk groups. We who don’t belong to a risk group have an enormous responsibility, our actions can be the difference between life and death for many others. Please keep that in mind, follow the advice from experts and your local authorities and #StayAtHome to slow the spread of the virus. And remember to always take care of each other and help those in need. #COVID #flattenthecurve

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Und genau darin liegt für sie die Gefahr. Kinder, die selbst nicht unter starken Symptomen leiden, stecken unwissentlich ältere Menschen an, die das Virus dann mitunter voll erwischt. Deswegen appelliert sie nochmals daran, für den Moment zu Hause zu bleiben, um eine weitere Verbreitung einzudämmen. Das hält sie allerdings noch lange nicht davon ab, ihre globale Bewegung am Laufen zu haben.

#ClimateStrikeOnline

Vor ein paar Tagen rief sie dazu auf, trotz häuslicher Quarantäne weiterhin auf die problematischen Klimabedingungen unserer Erde aufmerksam zu machen. Sie schreibt:

Schulstreik Woche 82. In einer Krise ändern wir unser Verhalten und passen es an die neuen Umstände an, zum Wohle der Allgemeinheit. Schließt euch jetzt dem #DigitalStrike an.

Und ihr Aufruf findet im Netz großen Anklang. Hunderte Jugendliche antworten auf den Hashtag mit eigenen Posts und geben Einblicke in ihr Leben in Isolation. Das Virus kann ihr Unterfangen nicht aufhalten. Der Klimawandel macht schließlich auch keine Pause.

Von Thomas Schmitt

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