Japanischer Prinz Hisahito wendet sich von kaiserlichen Traditionen ab

Ein junger Prinz bricht mit alten Traditionen: Das steckt hinter der Aufregung, die ein radikaler Schritt des kaiserlichen Hofes im konservativen Japan ausgelöst hat.

In kaum einem anderen Land liegen Altes und Neues derart nah zusammen wie in Japan. Futuristische Metropolen voller skurriler Erfindungen entstehen im Einklang mit alten Traditionen, die in vielen Teilen noch immer aktiv ausgelebt werden.

Japanischer Prinz mit kaiserlichem Tabubruch

Letzteres gilt besonders für die kaiserliche Familie, die seit Hunderten von Jahren an der Spitze des Landes steht und auch heute noch wichtige, wenngleich ausschließlich zeremonielle Aufgaben übernimmt.

Doch selbst die Royals können dem 21. Jahrhundert nicht entkommen und unterziehen sich einem langsamen, aber sicheren Wandel. Erste Anzeichen der Veränderung sorgen in Japan aktuell für Schlagzeilen. Prinz Hisahito, der zweite Monarch in der Thronfolge, bricht mit einer uralten Tradition - und das mit gerade einmal 15 Jahren!

Eigentlich gehört es sich für royale Sprösslinge, nach dem Schulabschluss die berühmte Gakushuin-Universität zu besuchen. Diese wurde im 19. Jahrhundert extra für die höchste Familie des Landes gegründet. Doch Hisahito schlägt einen anderen Weg ein.

Thronfolger wird auf eine staatliche Schule gehen

Wie Japan Times berichtet, ist der Neffe von Kaiser Naruhito an einer staatlichen Schule in Tokio aufgenommen worden. Was zunächst nach einer kleinen Sache klingen mag, ist für das traditionsliebende Japan eine beispiellose Sensation.

Ob die Kaiserfamilie sich mit diesem Schritt mehr dem "normalen" Volk gegenüber öffnen möchte? Fest steht: Trotz seines jungen Alters sorgt Prinz Hisahito schon jetzt ordentlich für Gesprächsstoff.

Prinz Philips Gedenkfeier: Warum nahm Prinz Andrew eine größere Rolle als Prinz Charles ein? Prinz Philips Gedenkfeier: Warum nahm Prinz Andrew eine größere Rolle als Prinz Charles ein?