Im Gefängnis: Thailands König Rama X muss den Boden fegen
Im Gefängnis: Thailands König Rama X muss den Boden fegen
Im Gefängnis: Thailands König Rama X muss den Boden fegen
Weiterlesen

Im Gefängnis: Thailands König Rama X muss den Boden fegen

Aus Thailand schwappen seltsame Bilder zu uns herüber: König Rama X befindet sich hinter Gittern - und fegt dort mit einem einfachen Besen den Gefängnisboden.

Eifersuchtsdramen im thailändischen Königshaus sind nicht der einzige Skandal, mit dem der thailändische König Maha Vajiralongkorn, genannt Rama X, auf sich aufmerksam macht. Auch die Revolte in seinem Land zeigt, dass immer weniger Menschen mit ihrem Herrscher zufrieden sind.

Demnächst könnte es für die Demonstranten noch schlimmer werden, denn Rama X, der sich vorher viel in Deutschland aufgehalten hat, zieht sich aus Bayern zurück und ist seitdem im eigenen Land noch präsenter als zuvor.

Mittlerweile hat der Monarch eine eigeneDokumentation des thailändischen TV-Senders ThaiPBS bekommen, wo er sich nun bei herabwürdigen Tätigkeiten zeigen lässt. Unter anderem nimmt der Monarch einen Besen in die Hand und fegt den Boden eines Gefängnisses.

Rama X fegt den Boden vom härtesten Gefängnis der Welt

Jetzt lässt sich Rama X dabei filmen, wie er den Boden eines Gefängnisses in Bankok in Begleitung seiner Zweitfrau Sineenat „Koi“ Wongvajirapakdi fegt. Hier geht es allerdings nicht um irgendeinen Knast, sondern um das Lardyao-Gefängnis.

Dieses gehört zum „Klong Prem“-Komplex, von Gefangenen „Bangkok Hilton“ genannt, welches wegen seiner unmenschlichen Bedingungen und chronischer Überfüllung als eine der härtesten Haftanstalten der Welt gilt.

Das Bizarre daran ist, dass seine Zweitfrau erst kürzlich selbst in diesem Gefängnis gesessen hat: 2019 war Koi im Lardyao-Knast gelandet, nachdem sie den Thai-verärgert hatte. Erst im September 2020 wurde sie dann von Rama begnadigt.

Zynischer Titel für TV-Dokumentation

Die TV-Dokumentation trägt den Titel Smile in Prison (Deutsch: Lächeln im Gefängnis) und soll den Monarchen als Wohltäter für vorzeitig entlassene Häftlinge zeigen, die durch harte Arbeit resozialisiert werden sollen.

Das Zynische daran: Die meisten dieser Gefangenen, für die der König nun den Besen in die Kamera hält, landeten auf Grund der strengen Gesetze der königstreuen Regierung wegen Nichtigkeiten im Knast.

Von Pia Karim
Letzte Änderung

Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen