Er war der Lieblings-Filmpartner von Romy Schneider: Michel Piccoli ist tot
Er war der Lieblings-Filmpartner von Romy Schneider: Michel Piccoli ist tot
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Er war der Lieblings-Filmpartner von Romy Schneider: Michel Piccoli ist tot

Er gehörte zu den ganz großen Darstellern des französischen Films und war der Lieblings-Filmpartner von Romy Schneider. Nun ist Michel Piccoli im Alter von 94 Jahren gestorben.

Michael Piccoli ist bereits am 12. Mai im Kreise seiner Familie an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben, wie die französische Nachrichtenagentur AFP heute mitteilt. Die Filmlegende sei "in den Armen seiner Frau Ludivine und seiner Kinder Inord und Missia dahingeschieden", wie es in der Mitteilung seiner Familie heißt.

Zahlreiche Meisterwerke

Der 1925 in Paris geborene Michel Piccoli hat im Laufe seiner langen Karriere in mehr als 220 Filmen mitgespielt, darunter in vielen Filmklassikern von Meisterregisseuren wie Luis Buñuels Tagebuch einer Kammerzofe und Der diskrete Charme der Bourgeoisie, Jean-Luc Goddards Die Verachtung oder in Claude Chabrols Der blutige Tag und Blutige Hochzeit.

Michael Piccoli ist im Alter von 94 Jahren verstorben  Michael Ochs Archives@Getty Images

Er spielte mit den größten Schauspielerinnen des französischen Kinos: Jeanne Moreau, Catherine Deneuve und Brigitte Bardot. Doch vor allem mit einer Filmpartnerin spielte sich Piccoli in die Herzen von Millionen von Fans auf beiden Seiten des Rheins.

Piccoli und Schneider: Das Traumpaar des französischen Films

Mit Romy Schneider, mit der er auch privat eng befreundet war, steht Piccoli insgesamt sechsmal vor der Kamera. Vor allem die Filme Die Dinge des Lebens und Das Mädchen und der Kommissar des Regisseurs Claude Sautet machen die beiden Stars zu dem Traumpaar des französischen Kinos der 70er-Jahre.

Piccoli ist auch Schneiders letzter Filmpartner in Die Sparziergängerin von Sans-Souci im Jahre 1982. Bis ins hohe Alter steht die Filmlegende vor der Kamera und auf der Theaterbühne. Seinen letzten großen Leinwand-Triumph feierte er 2011 als depressiver Papst in der Tragikkomödie Habemus Papam. Mit seinem Tod verliert das französische und europäische Kino einen Titan der Schauspielkunst. Er wird uns fehlen. Au revoir, Monsieur Piccoli.

Von Martin Gerst

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