Dreistigkeit siegt: Deutscher YouTuber erschleicht sich Doktortitel und legt Behörde rein
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Dreistigkeit siegt: Deutscher YouTuber erschleicht sich Doktortitel und legt Behörde rein

Marvin Wildhage ist dafür bekannt, soziale Experimente auch YouTube zu machen. Bei seinem neuesten Streich gelingt es ihm, sich einen Doktortitel zu erschleichen. Ist er diesmal zu weit gegangen?

Marvin Wildhage hat auf YouTube über 120.000 Abonnenten, auf seinem Kanal postet er immer wieder verschiedene Experimente und Challenges. Seine Videos tragen Titel wie "TikTok-Stars zu Late Night Berlin gemogelt" oder "Kunst-Fälschung: Ich schicke Influencern Van Gogh-Sizzen".

Fake-Doktortitel

Sein neuestes Video könnte aber ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen, denn dieses Experiment ist weniger harmlos als man zunächst annehmen könnte. Diesmal versucht Marvin nämlich, sich einen Doktortitel zu erschleichen.

Dazu setzt sich der 24-Jährige mit einem Grafiker zusammen und entwirft ein Fake-Diplom einer Uni. Sowohl der Titel der angeblichen Doktorarbeit als auch der Name der Uni sind frei erfunden, damit der YouTuber nicht wegen Urkundenfälschung angezeigt werden kann.

Keine Überprüfung im Bürgeramt

Mit diesen Unterlagen geht Marvin Wildhage anschließend zum Bürgeramt in Berlin-Wedding, um sich den Doktortitel in den Perso eintragen zu lassen. Zu seiner Überraschung wird weder überprüft, ob er tatsächlich einen Abschluss an dieser Uni gemacht, noch ob es die Universität überhaupt gibt!

Ich dachte, ich lege die Urkunde auf den Tisch und die schauen in irgendeinem Verzeichnis nach, ob's denn die Uni oder zumindest den Studiengang gibt.

Perso mit Doktortitel

Das passiert aber nicht. Und so läuft es letztendlich darauf hinaus, dass der Influencer ein paar Wochen später seinen neuen Personalausweis - mit Doktorwürde - abholen kann. Seitdem ist er, zumindest auf seinem Ausweis, ein Doktor. Marvin ist selbst ganz überrascht, wie leicht das war.

Das war erschreckend einfach. Ganz ehrlich, ich will nicht wissen, wer alles am OP-Tisch steht und da nichts zu suchen hat.

Den Fake-Ausweis will er natürlich nicht behalten und bald einen neuen beantragen, auf dem dann alles seine Richtigkeit hat. Auch wenn er vermutlich nicht wegen Urkundenfälschung zur Verantwortung gezogen werden kann, steht immer noch der Betrugsvorwurf im Raum, immerhin hat er falsche Angaben gemacht. Ob Marvin rechtliche Konsequenzen zu befürchten hat, wird sich erst noch zeigen.

Von Pia Karim

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