Was ist Tuberkulose? Symptome, Impfung, Test, Ansteckung, Lungentubakulose/Knochentubakulose, Behandlung

Was ist Tuberkulose? Symptome, Impfung, Test, Ansteckung, Lungentubakulose/Knochentubakulose, Behandlung

Tuberkulose ist eine Krankheit, die durch den Koch’schen Bacillus verursacht wird. Seine ansteckende Form, ebenso die häufigste,  ist die Lungentuberkulose. Es gibt auch extrapulmonale Formen, wie die Knochentuberkulose oder die Lymphknotentuberkulose. Was sind ihre Symptome und Behandlung?

Was ist Tuberkulose? Definition, Impfung und Ansteckung

Tuberkulose ist eine ansteckende, durch ein Bakterium namens Mycobacterium tuberculosis  (Koch’sches Bacillus), verursachte Krankheit. Die am weitesten verbreitete Form und die häufigste (85% der Fälle) ist die Lungentuberkulose (oder Schwindsucht), aber es gibt auch extrapulmonalen Formen wie Knochentuberkulose, Lymphknotentuberkulose oder Nierentuberkulose.

Früher endete die Krankheit oftmals tödlich, aber seit den 1950er Jahren existiert die Möglichkeit der Heilung durch Antibiotika. Jedoch gibt es immer noch jährlich weltweit mehr als eine Million Opfer der Krankheit, vor allem in Afrika und Asien. Die Impfung mit BCG (Bacillus Calmette-Guérin) ist der einzige Weg die Tuberkulose zu verhindern.

Tuberkulose: Symptome und Unterteilung in die Formen Knochentuberkulose, Lungentuberkulose und Lymphknotentuberkulose

Die Inkubationszeit für Tuberkulose kann 6-8 Wochen und in Sonderfällen sogar Jahre dauern. Dies wird latente Tuberkulose genannt. Wenn die Krankheit sich zeigt, wird die Tuberkolose aktiv und verschiedene Symptome treten auf. Im Fall der Lungentuberkulose sind dies:

- leichtes Fieber

- anhaltender Husten mit blutigem Speichel

- Schmerzen bei der Brustatmung

- Atemlosigkeit

- verminderter Appetit und Gewichtsverlust

- Müdigkeit

- Kopfschmerzen

Wenn die klinischen Symptome länger als 3 Wochen andauern, ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren.

Knochentuberkulose, die auch als Pott'sche Krankheit bekannt ist, greift Knochen, besonders an der Wirbelsäule, Hüfte oder Knie an. Sie äußert sich sich vor allem durch eine Verformung der Wirbelsäule oder dem Auftreten von Gelenkschmerzen.

Im Falle der Lymphknotentuberkulose befindet sich der Koch’sche Bacillus in den Lymphknoten. Meistens betrifft es die Halsdrüsen. Dies zeigt sich durch das Vorhandensein von anormalen Lymphknoten, die jedoch schmerzhaft sind. Sie können zur Bildung eines Abszesses führen.

Wann ist eine Tuberkulose ansteckend? Übertragung der Krankheit

Lungentuberkulose ist die einzige ansteckende Form der Tuberkulose. Die Ausbreitung der Bakterien erfolgt durch die in der Luft freigesetzten Tröpfchen beim Husten oder Niesen und durch Speichel.

Personen mit einer latenten Infektion sind nicht ansteckend. Eine Ansteckung ist er dann möglich, wenn die ersten  Symptome auftreten. In ähnlicher Weise endet die Ansteckungsgefahr nach zwei oder drei Wochen der Behandlung.

Tuberkuklose: Ursachen und Risikofaktoren

Einige Menschen sind anfälliger für eine Tuberkulose-Infektion. Diejenigen, die ein geschwächtes Immunsystem haben auf Grund von HIV, gehören zu den häufigsten Opfern. In dieser Patientengruppe besteht ein 30fach erhöhtes Risiko, von der Krankheit betroffen zu sein. Chronische Patienten (Diabetes, Krebs) zählen auch zu einer höheren Risikogruppe.

Rauchen erhöht das Risiko an Tuberkulose zu erkranken. Tatsächlich sind 20% der weltweit registrierten Fälle aufs Rauchen zurückzuführen. Hoher Alkohol- und Drogenkonsum oder starke Medikamente können ebenfalls eine Rolle spielen.

Die geographische Lage spielt eine ausschlaggebende Rolle. Mehr als 95% der Tuberkulose-Fälle treten in den Entwicklungsländern auf.

Diagnose von Tuberkulose: Test und Untersuchung von TBC

Die Diagnose der Tuberkulose erfolgt auf Grund mehrerer Untersuchungen. Das Röntgen der Lungen wird durchgeführt, um den Zustand der Lunge zu bewerten und auf eventuelle Schäden zu überprüfen.

Ein Hauttest wird ebenfalls durchgeführt . Es handelt sich um den Tuberkulin-Hauttest (TST). Dabei wir ein Tropfen Tuberkulin unter die Haut des Unterarms gespritzt und nach 72 Stunden festgestellt, ob der Patient ein Koch’sches Bacillus hat.

Ein Labor kann auch eine Speichelprobe analysieren. Diese wird für mehrere Tage kultiviert, um das Vorhandensein des Bazillus nachzuweisen.

Tuberkulose ist heilbar: Behandlung der Infektion durch Isolation und Medikamente

Der erste Schritt bei Lungentuberkulose ist die Atemisolation in einem Krankenhaus, um Ansteckung zu vermeiden. Es dauert 10 bis 20 Tage, bis das Fieber nachlässt.

Da die Infektion bakteriell ist, basiert die Behandlung von Tuberkulose auf der Einnahme von vier Antibiotika: Isoniazid, Rifampicin, Ethambutol und Pyrazinamid für 2 Monate und danach nur Isoniazid und Rifampicin für die folgenden 4 Monate.

Auch interessant
Beschnitten oder nicht: Welcher Penis ist beim Sex empfindsamer?

Die Einnahme sollte so schnell wie möglich begonnen und gewissenhaft eingehalten werden, damit sie wirksam ist. Wenn dies nicht geschieht, kann der Bacillus gegen die Antibiotika resistent werden und somit die Heilung beeinträchtigen.

Im Falle eines Rückfalls oder Resistenz gegenüber der Behandlung, können Kortikosteroide hinzugezogen werden. Um eine Unterernährung zu vermeiden, können ebenso Nahrungsergänzungsmittel notwendig werden. 

Maximilian Kunze
Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen