Zutraulicher Hirsch: Jäger finden Schreckliches in seinem Magen

In der schweizerischen Gemeinde Arosa musste die Wildhut einen Hirsch erlegen. Dieser war zu zutraulich geworden aufgrund von Wildfütterung. Nun warnt die Polizei vor den Folgen, die viel weitgehender sind, als viele denken...

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Wildfütterung kann schreckliche Folgen haben und das nicht nur für den Menschen, sondern vor allem für die Tiere. Während viele sich nur der Gefahr bewusst sind, dass durch die von Menschen aufgestellten Futterquellen die Wildtiere immer zutraulicher werden und schließlich für uns Menschen ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten, gibt es auch andere weitreichendere Folgen.

Hirsch erlegt mit schockierenden Fund im Inneren des Magen

Die Wildhut von Arosa, einer Gemeinde in der Schweiz, muss einen Hirschen erlegen, der von Futterquellen wie Komposthaufen und Vogelhäuschen angelockt wurde und eine Gefahr für die Bewohner darstellte, wie diverse Schweizer Nachrichten, unter anderem der Tagesanzeiger, berichten.

Leider passieren Tierfütterungen auch immer mehr für spektakuläre Fotos. Chris Czermak@Pexels

Als sie jedoch den Hirschen untersuchen, finden sie im Inneren des Kadavers ganze sechs Kilo Plastikabfall: Unter anderem Müll wie Plastikhandschuhe, Schnüre, Vogelfutternetze.

Dieser Fund im Inneren des Hirsches zeigt, in wie weit die Folgen von uns Menschen auf die Natur reichen. Nicht nur Meerestiere leiden an unseren Abfällen, wie kürzlich auch ein Pottwal, der qualvoll an 100 Kilogramm Plastikmüll verendete, mittlerweile auch immer mehr Tiere auf dem Land.

Plastik oft jahrelang im Magen

Denn der Plastikmüll befindet sich zum Teil sogar schon jahrelang im Körper des Hirschen. Dies könnte auch der Grund dafür sein, dass das Tier viel weniger wiegt als ein vergleichbarer Hirsch im gleichen Alter.

Die Polizei warnt nun eindringlich davor, Wildtiere zu füttern. Nicht nur verbietet das Bündner Jagdgesetz aktive und passive Wildtierfütterungen, zudem werden die angelockten Tiere bei der Futtersuche immer zudringlicher und werden zu einer Gefahren auf Straßen- und Eisenbahnlinien.