Smartphone-Sucht: Diese Tipps von Wissenschaftlern helfen euch, sie zu besiegen

Smartphone-Sucht: Diese Tipps von Wissenschaftlern helfen euch, sie zu besiegen

Die Entwicklung von Smartphones hat nur zehn Jahre in Anspruch genommen, die enthaltene Technologie ist doppelt so gut wie zu Beginn und wir sind vollkommen süchtig. Aber wie kommt das? Und wie wird man diese Sucht wieder los? Eine Gruppe von amerikanischen Forschern hat da ein paar Tipps auf Lager. Und ihr, seid ihr auch süchtig nach euren Handys? Macht hier den Test, um es herauszufinden.

Eins möchten wir erst einmal klarstellen: Unabhängig von der Marke, dem Modell, der Farbe und den Optionen ist euer Smartphone dafür entwickelt worden, so praktisch wie möglich in eurem Alltagsleben zu sein. Das hat super funktioniert – Schätzungen zufolge verbringt ein Mensch in Deutschland jeden Tag im Schnitt 3,25 Stunden pro Tag auf seinem Smartphone. Die Zeit, die wir unseren Handys widmen und die seit dem Aufkommen der ersten Smartphones vor weniger als zehn Jahren konstant wächst, würden viele gern reduzieren. "Seit ein paar Jahren beobachte ich dieses Phanömen und höre regelmäßig Menschen sagen, dass sie darüber frustriert sind, wie sie ihr Handy benutzen", erklärt Alexis Hiniker.

Die Lösung liegt nicht im Verzicht

Die Forscherin an der Universität von Washington hat an einer Studie zu diesem Thema mitgewirkt. Ihr Ziel: Das Erforschen der Mechanismen, die uns süchtig nach unseren Smartphones machen. Außerdem wollten die Forscher herausfinden, wie man sich von dieser Sucht befreien kann. "Die Lösung liegt nicht darin, sich von der Technologie zu trennen", betont die Wissenschaftlerin. Wie wir alle weiß auch sie, dass Smartphones, Tablets und andere Bildschirme heute einen wichtigen Teil unseres Lebens ausmachen und zwar in einem Maße, dass manche der Meinung sind, Handys und Co. führen bis 2030 dazu, dass es keine sexuellen Beziehungen mehr zwischen Menschen geben wird.

Es wäre also unrealistisch, dazu zu raten, sich vollkommen davon zu trennen. Als die Forscherin aber analysiert, wie eine Gruppe Millenials (also alle, die um die Jahrtausendwende geboren sind) ihre Smartphones benutzte, stellt sie fest, dass es ein paar Schlüsselhandlungen gibt.

Alexis Hiniker stellt zunächst fest, dass es vier typische Situationen gibt, in denen wir fast schon automatisch ohne Unterlass auf unserem Smartphone herumscrollen. Dazu gehören: Wartezeit, zum Beispiel beim Schlangestehen oder wenn man einfach in der U-Bahn sitzt, vor oder während einer langweiligen oder sich wiederholenden Tätigkeit, in Situationen, die sozial unangenehm sind und wenn man auf eine Nachricht oder eine Meldung wartet.

Auf der anderen Seite gibt es drei andere Auslöser, die stets dazu führen, dass man sein Smartphone aus der Hand legt: Wenn das "wahre Leben" hereinbricht (zum Beispiel wenn die Person, auf die man gewartet hat, ankommt) oder wenn man sich dessen bewusst wird, dass man schon 30 Minuten auf seinem Handy verbracht hat oder wenn man auf Inhalte stößt, die man bereits gesehen hat.

Ein schwieriger Entzug

Nach dieser Feststellung haben die Wissenschaftler auch eine gewisse Ambivalenz festgestellt: Laut Meinung der Studienteilnehmer wäre die Lösung ein Mechanismus, der den Zugang zu seinem eigenen Handy verhindern oder begrenzen würde, und zwar über einen bestimmten Zeitraum hinweg. "Aber die Teilnehmer räumten auch ein, dass auch wenn sie ein schlechtes Gewissen hatten, weil sie so viel Zeit auf ihrem Smartphone verbrachten, sie sich dennoch nicht schlecht genug damit fühlten, um solche Lösungen zu verwenden", betonen die Forscher.

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Wie also kann man seine Zeit auf dem Smartphone intelligenter investieren? Laut den Wissenschaftlern wäre es am besten, wenn Handys verkauft würden, die dem Nutzer die Möglichkeit lassen, sein eigener Schiedsrichter zu sein. Aber bis das eintritt, können wir uns eine einfache Rechnung vor Augen führen: "Ist die Zeit, die ich auf dieser App verbringe, gut investiert? Wird diese Erfahrung länger dauern als nur den Moment, in dem ich auf meinem Smartphone bin?" Das gibt einem zu denken.

Simone Haug
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