Tennis-Superstar trägt Ketten für 86.000 Euro
Luxus auf dem Court, Forderungen abseits davon: Aryna Sabalenka sorgt nicht nur mit ihrem Spiel für Aufsehen, sondern auch mit auffälligem Schmuck – und mit ihrem Engagement für mehr Preisgeld.
Aryna Sabalenka steht mal wieder im Rampenlicht – und diesmal nicht nur wegen ihrer Leistungen als Weltranglistenerste. Die 28-Jährige ist nicht nur das Gesicht eines kämpferischen Boykotts im Profi-Tennis, sondern auch das einer jungen Generation, die keine Angst davor hat, sich mit federnden Schritten durch die Glitzerwelt zu bewegen. Auf dem Court in Paris trägt sie Schmuck im Wert von 86.000 Euro, während sie im selben Atemzug mit Kolleginnen und Kollegen lautstark mehr Anteile an den Grand-Slam-Einnahmen fordert. Klingt erstmal nach ziemlichem Widerspruch, oder?
Luxus trifft auf Forderungen – Sabalenka polarisiert
Kurz bevor die French Open 2026 eröffnet wurden, stand Aryna Sabalenka an vorderster Front beim Boykott der Pressekonferenzen. Sie und andere Stars der Szene wie Jannik Sinner verlangten, dass künftig nicht mehr 15%, sondern 22% der Grand-Slam-Einnahmen an die Spielerinnen und Spieler gehen. Doch während viele noch über die Konsequenzen der Proteste diskutieren, läuft Sabalenka wenige Tage später im Match gegen Jessica Bouzas Maneiro auf dem Court auf – behangen mit Luxus-Ketten im Gesamtwert von 86.000 Euro, wie Experten schätzen.
Fast schon ironisch: Der Wert der getragenen Ketten liegt nur knapp unter dem, was Bouzas Maneiro für ihre Teilnahme in der ersten Runde bekam – nämlich 87.000 Euro. Dieses Paradoxon erzeugt nicht nur bei Fans hohe Aufmerksamkeit, sondern wirft auch Fragen hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Forderungen auf.
Dabei ist Sabalenka eine der sichtbarsten Figuren des Tennissports – erst 2025 verdiente sie rund 12,8 Millionen Euro und gilt damit als Topverdienerin im Frauensport. Die Diskussion dreht sich deshalb auch um das Bild, das Spielerinnen in der Öffentlichkeit vermitteln, wenn sie Luxusartikel tragen, während sie für mehr finanzielle Gerechtigkeit eintreten.
Material Good, Diamanten und große Worte
Der auffällige Schmuck stammt aus der Feder der New Yorker Marke Material Good: Drei Ketten und ein Paar Ohrringe im Gesamtwert von 127.000 Euro, darunter mehr als 200 Karat Granat und 23 Karat Diamanten. Sabalenka selbst sagt lachend:
„Ich fühle nicht wirklich die Schwere, aber ich kann mir vorstellen, wie es von außen aussieht. Eigentlich soll es noch eine dritte Halskette geben, aber ich dachte: Okay, das wäre wahrscheinlich zu viel. Also trug ich nur zwei.“
Für sie ist klar:
„Für mich ist es wichtig, gut auszusehen. Wenn ich mich gut fühle, bin ich besser und fühle mich großartig.“
Trotz allem stellt sie klar:
„Es geht nicht um mich. Es geht um die Spielerinnen und Spieler auf den hinteren Plätzen der Weltrangliste.“
Gerade für diese kämpfe sie, damit auch bei den unteren Rängen des Tennis die Existenz leichter wird.
„Ich sehe nicht wirklich, was diese beiden völlig unterschiedlichen Dinge miteinander zu tun haben. Wie ich schon sagte, geht es überhaupt nicht um mich. Ich kämpfe nur für Spieler mit niedrigerem Weltranglistenplatz, die wirklich darum kämpfen, in dieser Tenniswelt zu überleben.“
Geld, Image und öffentlicher Spagat
Im Jahr 2025 verdiente Sabalenka laut Medienberichten 12,8 Millionen Euro und galt damit als Bestverdienerin im internationalen Frauensport. Doch es bleibt die Frage: Schadet der großzügige Umgang mit Luxusartikeln der Glaubwürdigkeit ihres Einsatzes für faire Bezahlung? Das Publikum diskutiert angeregt über die Authentizität solcher Vorbilder, zumal bislang keine Ankündigung über einen finanziellen Ausgleich zugunsten niedriger platzierter Spielerinnen und Spieler erfolgt ist.
Während Sabalenka ihren persönlichen Stil auf dem Court mit wertvollem Schmuck kombiniert, bleibt der Blick der Öffentlichkeit kritisch und richtet sich auf die wahre Absicht hinter den Forderungen. Ob sich durch den Spagat zwischen Luxus und Solidarität wirklich Veränderungen für die Profis in den hinteren Rängen erreichen lassen, bleibt abzuwarten. Doch Sabalenka bleibt standhaft: Wer gut aussieht, fühlt sich besser – und spielt auch besser. Damit positioniert sie sich als Symbolfigur eines Sports, der sich mit glänzenden Accessoires schmückt, aber auch echte Veränderung anstrebt.
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Verwendete Quelle:
Während des Matches! - Tennis-Superstar trägt Ketten für 86.000 Euro