Ukraine-Krieg: Mann stiehlt Kriegswaffe vom Schlachtfeld, dann explodiert sie in seinem Auto

Eine Waffe vom Schlachtfeld aus dem Ukraine-Krieg soll im Auto eines Zivilisten explodiert worden sein. Warum sich diese in dem Auto befand, erklären wir euch hier.

Wie die lokale Zeitung Vechernyaya Moskva (VM), so die britische Metro, soll eine Person eine Waffe vom Schlachtfeld in sein Auto gepackt haben, und über die russische Grenze transportiert haben.

Warum verlädt der Mann eine Kriegswaffe in sein Auto?

In der Stadt Mytischtschi, die sich in der Nähe von Moskau befindet, ist das Auto explodiert. Die Medien berichten von zwei Verletzten, einer der beiden befindet sich auf der Intensivstation. In dem nahegelegenen Wohngebäude werden die Bewohner:innen evakuiert. Die Bilder des Autowracks zirkulieren auch in den sozialen Medien.

Doch wie kommt diese Kriegswaffe überhaupt in den Kofferraum des Mannes? Dieser dürfte vom Schlachtfeld des Ukraine-Krieges einen tragbaren Panzerabwehrgranatwerfer in seinen Wagen geladen haben. Im Kofferraum wurden zudem Gegenstände gefunden, die Handgranatwerfern der Armee ähneln, wie die Zeitung VM berichtet.

Lebensgefährliches Unternehmen

Bei dem Mann handelt es sich um den 52-jährigen Viktor Kovtykov, ein pensionierter Major, der in das Kriegsgebiet fahren sollte, um humanitäre Hilfe im Donbass zu leisten.

Dabei dürfte er jedoch die Gelegenheit ergriffen haben, Kriegswaffen zu verladen. Die Vermutung ist, dass er sie verkaufen wollte, da es sich dabei laut Experten in der Ukraine um eine schwedische Pansarskott 86 (AT-4) handelt.

Zuvor schon hatte er eine Kriegswaffe erworben und sie in Russland weiterverkauft. In dem Kriegsgebiet stammt viel Kriegsmaterial aus den USA und Europa, die die Ukraine beim Krieg mit Waffen versorgt haben. So schreibt etwa "Ukraine weapons tracker" (Ukraine Waffenverfolgung) auf Twitter:

Warum es unklug ist, Gegenstände vom Schlachtfeld mitzunehmen: Heute explodierte ein schwedischer Pansarskott 86 (AT-4)-Werfer im LKW eines zivilen Autos - nicht in der Ukraine, sondern in Mytischtschi, Russland. Er wurde von den Schlachtfeldern der Ostukraine mitgenommen - vielleicht als Souvenir oder zum Verkauf.

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