Omikron: Israels überraschende Strategie gegen die neue Corona-Variante

Angesichts der Pandemie und Verbreitung der neuen Omikron-Variante beschließt Israel, eine völlig neue Strategie zur Bekämpfung des Virus zu verfolgen.

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Wie kann man eine globale Pandemie stoppen? Wie kann man die Ausbreitung eines Virus, das immer mehr Menschen befällt und sich immer schneller verbreitet, stoppen? Angesichts dieser Fragen hat der Staat Israel eine ganz neue und noch nie dagewesene Lösung gefunden: die Öffnung der Grenzen.

Auf dem Weg zu einer kollektiven Immunität in Israel?

Während das Land, das die Impfungen schnell durchgeführt hat, einen verstärkten Anstieg der Ansteckungen verzeichnet, beschließt die Regierung, nach 21 Monaten der Schließung alles wieder zu öffnen.

Was ist der Grund dafür? Weil die Epidemie nicht mehr eingedämmt werden kann. Das Ziel ist es, eine mögliche Form der Herdenimmunität zu erreichen, präzisiert der französische Nachrichtenkanal France Info zu diesem Thema.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Israel feststellt, dass die hochansteckende Omikron-Variante weniger tödlich ist als Delta. "Die Omikron-Variante ist da, sie breitet sich aus und wir wissen, dass die Krankheit nicht schwerwiegend sein wird. Sie wird nur für die Risikogruppen gefährlich sein, also besteht die Strategie darin, sie zu schützen": Dies sind die Worte von Valerie Aloush, Leiterin der Covid-Einheit am Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv.

Risikogruppen werden bei Tests bevorzugt

Gleichzeitig setzt Israel auf eine Strategie gezielterer Tests, indem es angesichts des Rückstaus in den Labors die Risikogruppen (über 60 Jahre, immungeschwächt) bevorzugt.

"Die Risikopersonen erhalten ihre Ergebnisse wegen der Überlastung der Labors zu spät, also verpassen wir den Zeitpunkt, um ihnen rechtzeitig das Medikament von Pfizer zu geben", erklärt der französisch-israelische Journalist Julien Bahloul in der französischen Zeitung Le Parisien.

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