Kabul: Erster Bundeswehr-Flieger bringt nur 7 Menschen in Sicherheit

Die Taliban sind in Afghanistan an der Macht, jetzt heißt es so schnell wie möglich die eigenen Leute in Sicherheit bringen. Die Bundeswehr macht sich mit vier Fliegern auf, doch das Ergebnis mit sieben Geretteten fällt mager aus.

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Zurzeit blicken alle Augen ängstlich und geschockt auf Afghanistan. Während die Taliban gestern die Macht nun auch über Kabul an sich gerissen haben, flüchten die Menschen massenweise aus dem vom Krieg zerrütteten Land.

Vier Bundeswehr-Flieger machen sich Richtung Afghanistan auf

Auch die deutsche Bevölkerung soll so schnell wie möglich aus Afghanistan evakuiert werden. Dazu fliegen vier Bundeswehr-Rettungsflugzeuge aus zur Rettung der deutschen Bevölkerung.

Doch das stellt sich als schwieriges Unterfangen heraus. Wie die Bild berichtet, würde es sich dabei um den bisher größten Einsatz zur Evakuierung vonseiten der Bundeswehr handeln unter den gefährlichsten Bedingungen, so Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

Die Bundeswehr-Flieger müssen stundenlang um den Flughafen in Kabul kreisen - zu gefährlich ist die Landung, zu viele Menschen befinden sich auf dem Rollfeld. Dabei geht viel Treibstoff verloren, ein Flugzeug muss sogar zum Tanken nach Usbekistan umkehren.

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Die Rettungsaktion ist gefährlich und kompliziert.  picture alliance / Kontributor@Getty Images

Erster deutscher Rettungsflieger, doch viel weniger Personen als erwartet

Dann endlich schafft es der erste deutsche Rettungsflieger zu landen. Sicherheitskreise berichten der Bild, dass es sich dabei um ein "Husarenstück" handelte - eine Meisterleistung.

Besagte Maschine hielt sich ganze fünf Stunden kreisend über dem Flughafen mit nur mehr ganz wenig Treibstoff im Tank. Um 22:01 Uhr landete die Maschine und dann war die Überraschung bei der Crew groß, als sich nur sieben Passagiere in das Flugzeug retteten.

Denn laut Liste rechnete man mit bis zu 57 Menschen von der Botschaft und weiteren 88 Deutschen. Zurzeit weiß noch keiner so recht, wie das passieren konnte. Doch die Umstände sind zurzeit besonders gefährlich und kompliziert.

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