FSB-Whistleblower verrät: "Russland hat keine Chance, den Krieg zu gewinnen"

Der Brief eines angeblichen FSB-Whistleblowers macht im Internet die Runde und verkündet, dass der russische Krieg gegen die Ukraine nicht mehr zu gewinnen sei. Der Verfasser fürchtet sich davor, Russland könne wie Hitler in einen Weltkrieg gezogen werden.

Der Brief soll von einem Analysten des russischen Geheimdienstes FSB stammen und wurde von der russischen Menschenrechtsorganisation Gulagu online gestellt, wie Dailymail berichtet. Allerdings ist der Brief nicht authentifiziert und könnte auch der russischen Propagandamaschinerie entspringen.

Zweiter hoher russischer Militärbeamter getötet

Der Brief ist veröffentlicht worden, als bekannt wurde, dass ein zweiter hoher russischer Militärbeamter getötet wurde. Das teilte der ukrainische Militärgeheimdienst am Dienstag mit. Bei dem Militärmann handelt es sich um Generalmajor Vitaly Gerasimov.

Er war der stellvertretende Befehlshaber der 41. Armee Russlands und wurde in der Nähe von Kharkiv getötet. In Russland war er ein gefeierter Kriegsheld, der für seine Einsätze im zweiten Tschetschenienkrieg, bei der russischen Militäroperation in Syrien und bei der Annexion der Krim mit Medaillen ausgezeichnet wurde.

Russland glaubte an den schnellen Sieg

Insgesamt 11.000 russische Soldaten sind laut der Ukraine bisher getötet wurden. Russland hat allerdings nur 500 Verluste bestätigt. Der Informant des FSB, das Nachfolge-Institut des KGBs, verrät in seinem Brief, dass Russland auf die Vehemenz der ukrainischen Verteidigung und die Sanktionen durch den Westen nicht vorbereitet war.

Der Verfasser des Briefes sieht keine Chancen auf einen russischen Sieg. Grund dafür sei auch der Geheimdienst, denn die Beamt:innen wurden angewiesen, ihre Geheimdienstberichte so zu formulieren, dass sie in der oberen Etage auf Gefallen stoßen.

Weltkrieg und Atomangriff

Der unbekannte Autor warnt davor, dass Russland auch auf einen größeren Krieg zusteuere:

Ich schließe nicht aus, dass wir dann in einen echten internationalen Konflikt hineingezogen werden, wie Hitler 1939.

Außerdem geht er auch auf die Frage nach einem Atomschlag ein. Der russische Auslandsgeheimdienst SVR suche nach Beweisen, dass die Ukraine heimlich Atomwaffen entwickele, um einen Schlag zu rechtfertigen. Denn die Atomwaffe diene als Mittel zur Verteidigung und würde von Russland nicht zu militärischen Zwecken verwendet.

Doch inwieweit kann man diesen Aussagen vertrauen? Es gibt Befürworter:innen, dass der Brief authentisch sei, aber auch Gegner:innen. Mehr dazu im Video!

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