Nach Peinlich-Aus: Undav wendet sich an die deutschen Fans
Schock und Enttäuschung schwingen durch die Fußballnation: Nach dem bitteren Aus gegen Paraguay meldet sich Deniz Undav mit klaren Worten bei den deutschen Fans. Wie geht der DFB mit dieser Blamage um?
Der Neustart war geplant, der große Traum vom „fünften Stern“ lag in der Luft – doch das deutsche Nationalteam muss die Koffer frühzeitig packen. Nach einer dramatischen Partie, die erst nach 120 Minuten und einem packenden Elfmeterschießen gegen Paraguay entschieden wurde, ist für die deutsche Mannschaft die WM-Reise bereits in den Sechzehntelfinals vorbei. Das torlose Ringen wurde schlussendlich mit einer 4:5-Niederlage im Shootout besiegelt. Die Enttäuschung sitzt tief, vor allem weil mit Deniz Undav und anderen neuen Hoffnungsträgern frischer Wind unter Bundestrainer Julian Nagelsmann erwartet wurde.
Undav: „Wir haben Deutschland enttäuscht“
Deniz Undav stand im Vorfeld wie während der WM regelmäßig im Rampenlicht. Immer wieder war die Frage, wie viel er dem deutschen Sturm geben könnte. Während er in der Gruppenphase nur als Joker ran durfte, durfte der 29-Jährige im K.o.-Spiel gegen Paraguay erstmals von Beginn an ran. Doch wie es so oft läuft, hatte Undav „nur neun Ballkontakte, wenig Einfluss, keine einzige dicke Chance“ – so beschreibt es BILD rückblickend auf seine Leistung. Seine offene Reaktion überraschte viele:
„Wir haben Deutschland enttäuscht. Das sitzt. Mehr gibt es gerade nicht zu sagen. Danke für diese Chance.“
Dieses kurze Statement, gepostet auf Instagram, spricht Bände. Die Frustration über das eigene Auftreten und das Gefühl, das Land im entscheidenden Moment nicht mitreißen zu können, sind deutlich spürbar.
Woltemade übernimmt Verantwortung – und bedankt sich
Doch nicht nur Undav kämpfte, sondern auch Nick Woltemade stand plötzlich im Fokus. Mit seinen 24 Jahren wurde er ausgerechnet in der Elfmeterlotterie zu einer tragischen Figur: Als einer der Schützen griff er daneben und konnte den Ball nicht im Netz unterbringen. Seine ehrlichen Worte nach der Partie bewegten viele:
„Ehrlich… dass meine erste WM so zu Ende geht, trifft mich hart. Wir sind unseren Ansprüchen und den Erwartungen nicht gerecht geworden. Jetzt müssen wir ehrlich analysieren, warum es nicht funktioniert hat. Ich wollte Verantwortung übernehmen und ich habe Verantwortung übernommen. Das bedeutet aber gleichzeitig, mit den Konsequenzen leben zu müssen – auch wenn es weh tut. Danke für eure vielen aufbauenden Worte. Das bedeutet mir viel! Gemeinsam stehen wir wieder auf!“
Damit macht Woltemade klar: Er will die Last nicht abwälzen und blickt kämpferisch nach vorne. In den sozialen Medien erhält er aufbauende Nachrichten, die ihm viel bedeuten.
Von Torjubel zu Tristesse: Deutschlands kurze WM-Reise
Eigentlich startete die DFB-Elf fulminant ins Turnier: Gegen Curaçao gab es mit Undav als Joker im Angriff einen deutlichen 7:1-Sieg, gefolgt von einem 2:1 gegen die Elfenbeinküste, bei dem Undav gleich doppelt traf. Trotz dieser starken Leistungen in der Vorrunde musste das Team letztlich schmerzhaft erfahren, wie schnell bei einer WM Freud und Leid nebeneinander liegen. Nicht wenige hatten nach dem frühen Jubel bereits von goldenen Aussichten geträumt. Mit dem Aus im Sechzehntelfinale zerplatzte jedoch der Traum vom "fünften Stern", auf den ganz Fußball-Deutschland wartete. Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und seine Mannschaft bleibt jetzt nur die Analyse nach einem Turnier, von dem viele mehr erwartet hatten.
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WM 2026: Undav wendet sich an die deutschen Fans