Von Fahrgeschäft - Security (52) auf der Wiesn totgequetscht
Tödlicher Unfall am Oktoberfest: Sicherheitsmitarbeiter am „Hangover“ ums Leben, Ermittlungen laufen und Sicherheitsfragen nach zweitem Vorfall am „Predator“ stehen im Fokus.
Ein schrecklicher Vorfall überschattete das das diesjährige Oktoberfest. Ein Sicherheitsmann starb bei einem Unfall am Fahrgeschäft „Hangover“. Ist die Sicherheit auf der Wiesn nach diesem Vorfall noch gewährleistet?
Plötzlich wurde das größte Volksfest der Welt von Tragödie überschattet: Kurz vor 22 Uhr kam es am beliebten Fahrgeschäft „Hangover“ zu einem tödlichen Unfall. Ein 52-jähriger Sicherheitsmitarbeiter, serbischer Herkunft, wurde in eine Situation gebracht, die sich niemand vorstellen möchte – und schaffte es nicht lebend heraus.
Wie kam es zum Horror-Unfall am „Hangover“?
Der tödliche Vorfall ereignete sich am Dienstagabend, als das Oktoberfest München im vollen Gange war. Der „Hangover“ – eine Freefall-Tower-Attraktion mit rund 80 Metern Höhe – ist bei den Gästen beliebt. Doch für den 52-jährigen Security endete die Nacht tragisch. Er befand sich laut ersten Einschätzungen in einem abgesperrten Bereich, in den er gar nicht hätte gelangen dürfen. Dort wurde er von einer Gondel des Fahrgeschäfts getroffen und eingeklemmt. Sofort griffen Rettungskräfte ein, versuchten, ihn zu reanimieren und brachten ihn ins Krankenhaus, doch es kam jede Hilfe zu spät.
Warum geriet der Mitarbeiter trotz Absperrungen genau in diesen Bereich? Offizielle Angaben zur Ursache stehen noch aus. Die Polizei München prüft, ob möglicherweise ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder andere Umstände eine Rolle gespielt haben könnten. Es ist nicht der erste schwere Zwischenfall, der die Sicherheitslage bei großen Volksfesten erneut ins Gespräch bringt.
Für die Arbeitskräfte auf der Wiesn sind die langen Tage und das hektische Treiben eine enorme Belastung. Besonders in den stoßzeiten herrscht dort extremes Gedränge, Lärm und Stress. Ob fehlende Ruhepausen oder Zeitdruck letztlich indirekt zum Unfall beigetragen haben, bleibt unklar. Fest steht allerdings: Der Unfall hat viele Kollegen und Besucher schockiert, viele stellten sich noch am nächsten Tag die Frage, ob der Wiesn-Alltag zu riskant geworden ist.
Großeinsatz, Ermittlungen und Reaktionen aus der Politik
Der Unfall löste einen Großeinsatz aus. Der Bereich um den „Hangover“ blieb nach dem Geschehen komplett abgeriegelt, damit Rettungskräfte und Polizei ungestört arbeiten konnten. Die Polizei München und die Kriminalpolizei sind nun mit den Ermittlungen beschäftigt, suchen aktiv Zeugen, insbesondere Menschen mit Videoaufnahmen vom Unfall, damit der genaue Ablauf rekonstruiert werden kann. Die Kripo ist unter 089/2910-0 erreichbar. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um Augenzeugen und Betroffene dieses schockierenden Vorfalls.
Dominik Krause, der Oberbürgermeister von München, wandte sich mit bewegenden Worten an die Öffentlichkeit: „Meine Gedanken sind bei der Familie des verunglückten Mannes und den Mitarbeitenden des Fahrgeschäfts. Ich danke den Einsatzkräften für das schnelle Eingreifen.“
Beim Oktoberfest sind jedes Jahr über sechs Millionen Besucher unterwegs – bei solch einer Menschenmenge ist ein großer Sicherheitsapparat nötig: Die Polizei meldet den Einsatz von mehr als 600 Beamtinnen und Beamten sowie hunderten weiteren Ordnungskräften, die rund um die Uhr auf die Feiernden, Schausteller und Personal achten. Besonders nach Unfällen zeigt sich, wie wichtig gut aufgestellte Teams vor Ort sind. Die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sei reibungslos verlaufen, berichten Augenzeugen.
Die Ermittlungsarbeit gestaltet sich schwierig, da zur Zeit viele verschiedene Zeugenaussagen und Bildmaterial ausgewertet werden müssen. Wer helfen kann, die Geschehnisse zu rekonstruieren, wird dringend gebeten, sich bei der Kripo zu melden. Viele Menschen filmen heutzutage ständig – die Polizei setzt große Hoffnung auf solche Videos, um offene Fragen zum Unfall endlich klären zu können.
Zweite Panne auf der Wiesn – Vorfall am „Predator“ erschüttert zusätzlich
Bereits zum Auftakt der Wiesn am Samstag stoppte ein weiteres Fahrgeschäft, der „Predator“, mitten im Betrieb. Rund 40 Besucher hingen dabei für sieben Minuten in 16 Metern Höhe kopfüber fest. Zwar wurde niemand verletzt, doch der Vorfall macht deutlich: Für die Sicherheitskräfte ist das Oktoberfest Hochbetrieb – rund 600 Polizisten und hunderte Kräfte der Ordnung stehen im Dauereinsatz, um für maximale Sicherheit zu sorgen.
Die Besucher der Wiesn vertrauen darauf, dass sie ausgelassen feiern können, ohne Angst vor der nächsten Panne oder einem schlimmen Unfall haben zu müssen. Doch gleich zwei Vorfälle binnen weniger Tage sorgen für großen Diskussionsstoff in der Stadt. Besonders nach spektakulären Störungen wie am „Predator“ oder dem tödlichen Unfall am „Hangover“ wird die Aufmerksamkeit für mögliche Gefahrenquellen deutlich geschärft. Die Betreiber der Fahrgeschäfte stehen jetzt ebenfalls unter Druck, schnell und transparent mögliche Schwachstellen zu überprüfen.
Psychologische Betreuung ist in solchen Fällen enorm wichtig: Viele Augenzeugen wurden vom Kriseninterventionsteam betreut – zu groß war der Schock, als Rettungswagen, Polizei und Ermittler am Hangover-Gelände das Sagen hatten. Nicht selten bleiben solche traumatischen Bilder lange im Kopf.
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