Toxische Männlichkeit in der Beziehung: So könnt ihr sie erkennen und ändern

Auch wenn Männer ihre Partnerinnen lieben und schätzen, kann sich ein Machtgefälle in der Beziehung aufbauen. Wir zeigen euch auf, wie ihr eine toxische Männlichkeit in einer Partnerschaft erkennen könnt.

Toxische Männlichkeit in der Beziehung: So könnt ihr sie erkennen und ändern
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Männer sind maskulin, dominant und stark - oder lieber nicht? Viele Frauen sehen dieses Männerbild heute als veraltet an, aber auch Männer hinterfragen ihre Position in der Gesellschaft immer mehr, vor allem die junge Generation, die sich auch mit dem Thema Mensplaining auseinandersetzt.

Spätestens seit der #MeToo-Kampagne 2017 stehen Männer, die ihre Machtpositionen ausnutzen, um sexuelle und psychische Gewalt an Frauen auszuüben, besonders stark in der Kritik. Doch auch scheinbar ganz alltägliche Verhaltensweisen von Männern können ein Anzeichen für toxische Männlichkeit sein.

Männer übernehmen die Kontrolle der häuslichen Finanzen

Frauen kümmern sich um den Haushalt, Männer um die Finanzen. Leider ist diese Rollenverteilung in vielen Beziehungen immer noch Realität. Der Mann gilt noch zu oft als Brotverdiener der Familie, der sich von seinem Geld kaufen kann, was er möchte. Frauen hingegen sollen ihren Anteil unter den Kindern, dem Haushalt und eigenen Bedürfnissen aufteilen.

Übernimmt der Mann die ganzen Finanzen des Haushalts, mag das im ersten Moment nett erscheinen. Schnell verlieren Frauen dann aber den Überblick über die allgemeine finanzielle Situation.

Manche Verhaltensweisen sind zu dominant in der Beziehung und können sich toxisch auswirken. cottonbro@Pexels

Der Haushalt bleibt größtenteils immer noch an Frauen hängen

Hand aufs Herz: Wer macht mehr im Haushalt? Statistisch gesehen bleibt die meiste Arbeit wie kochen, putzen und Kinderbetreuung immer noch an Frauen hängen – vor allem während der Corona-Pandemie.

Sind beide Partner voll berufstätig, kann das zu einer echten Belastung werden. Wenn vonseiten der Männer keinerlei Unterstützung in der Küche oder bei der Kinderbetreuung kommt, ist das ein klares Anzeichen für toxische Männlichkeit.

Frauen sollen ihre Bedürfnisse hinter die der Männer stellen

Seinem Partner oder seiner Partnerin einen Gefallen tun, ist ganz normal, aber es kann und darf nicht von Frauen erwartet werden, dass sie ihre Bedürfnisse hinter die ihrer Männer stellen und dafür sogar Freundschaften oder die eigene Karriere aufs Spiel setzen. Vor allem wenn der Mann die Gefälligkeiten und das Interesse nie oder nur halbherzig erwidert.

Der Körper einer Frau gehört ihr und nicht dem Mann

Toxische Männlichkeit erreicht ihren Höhepunkt, wenn Männer anfangen, Entscheidungen über den Körper ihrer Partnerin zu treffen. Das kann sein, dass er bestimmt, welches Verhütungsmittel sie nehmen soll, ob sie Körperschmuck tragen soll oder nicht oder wie viel Sport sie treiben soll.

Es ist ein deutliches Warnsignal an Frauen, aber auch an Männer, dass sie etwas ändern sollten, da sich dieses Verhalten auf die psychische Gesundheit von Frauen toxisch auswirkt.

Frauen müssen selbst über ihren Körper entscheiden dürfen. So sollte es auch für den Mann ein dringendes Warnsignal sein, wenn ihre Partnerin in erster Linie immer darauf achtet, was er lieber mag.