Özil-Skandal: DFB-Präsident Reinhard Grindel gesteht Fehler ein
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Özil-Skandal: DFB-Präsident Reinhard Grindel gesteht Fehler ein

Mesut Özil hat mit seinem Rücktritt aus der Nationalelf eine Debatte ausgelöst - auch von Rassismus in Deutschland und fehlender Integrationsfähigkeit war die Rede. Nun äußert sich derjenige, der mit im Zentrum der Kritik stand: DFB-Präsident Reinhard Grindel.

Nach seinem Rücktritt äußerten sich viele Stimmen: Erst teilte Uli Hoeneß ordentlich gegen Mesut Özil aus, dann meldeten sich sein Vater Mustafa und seine Freundin Amine in der Öffentlichkeit zu Wort. Doch einer, der sich durch Özil am meisten mit Vorwürfen konfrontiert sah, hatte bis jetzt geschwiegen: Reinhard Grindel. Nun erklärt sich der DFB-Präsident in einem Statement (hier geht es zur kompletten Erklärung im Wortlaut).

Grindel reagiert in öffentlichem Statement auf Özils Vorwürfe

So leitet Grindel seine Mitteilung ein, indem er erklärt, dass der Fußball „eine hohe gesellschaftspolitische Relevanz“ habe. Dies sei der Grund, weshalb er sich als DFB-Präsiedent aus der „Debatte über Rassismus im Allgemeinen und die Integrationsfähigkeit des Fußballs im Besonderen“ nicht entziehen wolle. Grindel erklärt: „Die Werte des DFB sind auch meine Werte. Vielfalt, Solidarität, Antidiskriminierung und Integration, das alles sind Werte und Überzeugungen, die mir sehr am Herzen liegen.“ Weiter gesteht der 56-Jährige Fehler im Umgang mit der Debatte um das Erdogan-Foto ein: „Rückblickend hätte ich als Präsident unmissverständlich sagen sollen, was für mich als Person und für uns alle als Verband selbstverständlich ist: Jegliche Form rassistischer Anfeindungen ist unerträglich, nicht hinnehmbar und nicht tolerierbar.“

DFB: Wichtige Ziele für die Zukunft

Weiter versichert Grindel, dass „wir die laufende Debatte zum Thema Integration und den veränderten Resonanzboden für dieses Thema in unserer Gesellschaft zum Anlass nehmen, unsere Arbeit in diesem Bereich weiterzuentwickeln und zu fragen, wo und wie wir neue Impulse setzen können.“ Schließlich erklärt er, dass der enttäuschende Verlauf der WM innerhalb des DFB aufgearbeitet werde, „um wieder begeisternden, erfolgreichen Fußball zu spielen“. Abschließend gehe es darum, den Zuschlag für die EM 2024 zu bekommen - ein Ziel, an dem mit großem Eifer gearbeitet werde. Abschließend stellt Grindel klar: „Das Turnier kann eine neue Geschichte des Fußballs erzählen, Kinder in die Vereine bringen, Menschen noch enger zusammenbringen. Mit und ohne Migrationshintergrund. United by football.“


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