Mario Barth glänzt in Investigativshow mit Unwissen: “Wir wissen’s nicht, wir konnten nicht recherchieren”

Seit zwei Wochen läuft wieder Mario Barths Show “Mario Barth deckt auf”. Darin klärt er über Steuerverschwendungen in Deutschland auf - mit ziemlich unseriösen Methoden.

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Mario Barths Show auf RTL ist ziemlich beliebt bei den Deutschen. Allein gestern Abend schalten über 2,8 Millionen Zuschauer die Sendung ein. Mario Barth erreicht also sehr viele Menschen. Umso schlimmer ist, was er da in seiner Sendung erzählt.

Er verbreitet Halbwahrheiten

Mario Barth verbreitet Halbwahrheiten. Erst letzte Woche spricht er über die E-Autos in Deutschland. Dabei ist seine Berichterstattung laut Watson.de sehr einseitig und er lässt nur Experten zu Wort kommen, auf deren Seite er selbst steht.

In einem Einspieler sagt er sogar: “Wir wissen’s nicht, wir konnten nicht recherchieren.” Dabei hätte er viele Fakten aber sehr wohl recherchieren können. Beispielsweise hetzt er dagegen, dass E-Autos viele Subventionen bekämen. Er verschweigt aber, dass die Steuern für den Diesel wesentlich niedriger sind als für Benzin. Seine Aktion passt dazu, dass er erst vor Kurzem gegen Klima-Aktivistin Greta Thunberg hetzt.

Undurchsichtige Rechenbeispiele

Auch diese Woche macht er weiter mit den Ungenauigkeiten. Er wirft Rechenbeispiele in den Raum, bei denen aber viele Komponenten fehlen, so Watson.de. Deshalb sind sie für den Zuschauer gar nicht nachzuvollziehen.

Stattdessen setzt er auf Unterhaltung und wartet mit seiner gewohnten Stammtisch-Mentalität auf. Dabei lässt er sich auch noch als “Steuergeldretter der Herzen” feiern. Wo er allerdings für Steuereinsparungen gesorgt hat, bleibt ungeklärt. Vielleicht sollte er sich wieder weg vom Investigativjournalismus und wieder hin zu mehr Comedy bewegen.